2. April 2018

WARUM? - Bloggertipps unter die Lupe genommen



Jeden ersten Montag im Monat befasse ich mich mit einer Frage, die mich im Bücherversum umtreibt. Sei es zu Figuren, Handlungen, Gestaltungen oder Trends in der Literaturwelt, sobald mir eine Frage durch den Kopf geht, befasse ich mich damit.

Vorsicht: Diese Rubrik gibt einzig meine persönliche Meinung wieder. Aber es darf gern darüber diskutiert werden.

Jeder Blog hat mal klein angefangen. Seitdem die Community immer mehr wächst, sprießen auch immer mehr Tipps, was man beim Bloggen unbedingt machen sollte, aus dem Boden. Und eine kleine Auswahl dieser Tipps will ich mir heute anschauen und abklopfen, wie hilfreich sie wirklich sind. Ich kann aber jetzt schon sagen: Warum schwirren im Netz so viele Ratschläge herum, die so hilfreich sind wie ein Buckel?

Tipp 1 Sei individuell!
Gut, diesen Tipp bekommt man in fast jeder Branche um die Ohren geknallt. Und so viel Wahrheit man darin finden möchte, genau so hilflos ist der Tipp. Denn von Individualität sehe ich mittlerweile sehr wenig. Dies beginnt bei den Blogbeiträgen zu Book-Hauls, Waiting on Wednsday, Montagsfage, SUB am Samstag, Monatsaus- und rückblick, geht über immer gleiche Blogtourbeiträge und endet bei den Fotos für Instagram. Die Ideen hinter gemeinsamen Blogbeiträgen oder Blogtouren mag am Anfang sinnvoll und vor allem neu gewesen sein, mittlerweile muss ich bei vielen Blogs persönliche Meinungen zu Büchern suchen. Für mich persönlich ein Grund genau solche Blogs zu deabonnieren.

Auch Fotos für Blogs oder Instagram ähneln einander so sehr, dass man hier nicht mehr von Individualität reden kann. Die beliebtesten Motive: wollbesockte Füße im Bett, Kaffee daneben, Buch auf den Oberschenkeln; das aktuelle Buch wird mit einem Arm vor das Buchregal gehalten und (mein absoluter "Favorit") das Buch wird mit Light-Box und Funko-Pops, die NICHTS mit dem Buch zu tun haben, in Szene gesetzt. Ich freue mich sehr über Schnappschüsse, die zeigen, dass der Blogger sein Buch in den Alltag einbindet. Und da ist es mir wurscht, ob man im Hintergrund die Katze sieht, ob da noch Krümel vom Frühstück liegen oder ich erkenne, dass der Blogger Liebhaber von Chucks ist. DAS ist individuell!

Tipp 2 Vernetze dich!
Auch dieser Tipp begegnet mir sowohl privat als auch beruflich. Networking ist der heiße Shit! Oder übersetzt: Ohne Vitamin B kommst du nicht weit. Um sich vernetzen zu können, benötigt man Zeit, Geduld, ein gehöriges Maß an Kompromissbereitschaft und vor allem ein gutes Gedächtnis. Und dann muss man dem Netzwerk, in das man hinein möchte, auch noch gefallen. Zwar rühmt sich die Buchbloggerwelt mit Offenheit, dies kann ich aus eigener Erfahrung nicht durchweg bestätigen. Es gibt bestehende Netzwerke und Filterblasen. Dort hineinzukommen ist schwerer als Samstag abend mit Jogginghose ins Berghain gelassen zu werden. Klar, wer vernetzt ist, weiß, auf wen er sich verlassen kann. Was soll man sich da noch die Mühe machen, neue Leute aufzunehmen? Gerade solche, die vielleicht auch noch Anfängerfehler machen und Fragen stellen, die man selbst gefühlt vor 5 Mio Jahren schon beantwortet hat. Verständlich, menschlich. Dann hört aber auf, mit eurer Offenheit zu werben. Sie ist einfach falsch!

Tipp 3 Liefere regelmäßig Content, so bekommst du Follower!
Auch diesen Tipp kann ich aus eigener Erfahrung verneinen. Inhalte sind wichtig, keine Frage. Denn wir bloggen um Content zu schaffen. Dass mit diesem aber automatisch Follower generiert werden, ist ein Trugschluss. Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, habe ich täglich ein Buch besprochen, Interviews geführt, Messen besucht. Im Laufe der Zeit wurde es unregelmäßiger. Die letzten 3 Monate habe ich jeden zweiten Tag Bücher vorgestellt. Auch meine Kolumne erscheint regelmäßig. Gebracht hat es....nichts! Meine Beiträge werden im Schnitt 30 Mal geklickt. Und ja, ich streue sie auf Facebook und Twitter. Nun kann es auch sein, dass ich einfach irrsinnig langweilig Bücher bespreche oder einfach nicht den aktuellen Geschmack treffe. Es könnte aber auch sein, dass bei der Masse an Bücherblogs einfach nur der auffällt, der am lautesten schreit. Und schreien bedeutet in diesem Zusammenhang gesponserte Beiträge schalten, in 10 verschiedenen Facebookgruppen den gleichen Inhalt teilen und einfach bis zum Erbrechen um Likes, Follows oder Kommentare zu betteln. Will ich da hin? Nein! Muss man da hin, um erfolgreich zu sein? Anscheinend.

Tipp 4 Mit Gewinnspielen belohnst du deine treuen Fans!
Klar, Gewinne sind toll und viele Blogger sind auch sehr kreativ, was sie verlosen. Die Bedingungen sind fast immer gleich: Seite liken, Beitrag liken, kommentieren. Das erschafft Reichweite und sieht klasse aus. Schade nur, dass diese Reichweite kaum Bestand hat. Verlosungen locken viele Abstauber an, die schnell wieder weg sind, wenn sie merken, dass Gewinne eine Seltenheit sind. Da aber Reichweite wichtig ist (für wen eigentlich?), gibt es mittlerweile viele Blogs, die wöchentlich, einige sogar täglich, ein Gewinnspiel raushauen. Klar, dass da die Followerzahl durch die Decke geht. Und Verlage sponsern diese Gewinne nur zu gern, erhöht es doch die Sichtbarkeit ihrer Bücher.  Die Qualität wird da zweitrangig.


Wer sich nun fragt, welchen Blogs ich die Treue halte, dem sei unter anderem Nix zu lesen (zwei sympathische Mädels, die genau DAS bloggen, was sie wollen) und Laura von Tales of the Fairytale World empfohlen. Beide Blogs stellen die Bücher in den Mittelpunkt.

Wie geht es Euch? Haben Euch Tipps zu Beginn geholfen? Und wenn Ihr zurückblickt: Was würdet Ihr direkt anders machen?

Kommentare:

  1. Mit diesen Tips bekommt man vielleicht viele Klicks, aber am Ende steckt nix dahinter. Am Ende beloben die Leute auch nicht die Buchkritik sondern die tollen Wollsocken. Es ist wie in anderen Bereichen des Lebens, man muss sich doch nicht total verbiegen nur um was zum angeben zu haben. Vielen Dank für die Erwähnung ����

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    1. Hi Maraike,

      Danke dir für dein Kommentar. Stimmt, meist wird die Szene an sich gelobt. Oder das tolle Cover. Selten wird geschaut, welche Meinung der Blogger zum Buch hat. Aber ist nicht genau das der Kern des Bloggens?
      Lg
      Denise

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  2. Da fragt man sich, mit welcher Motivation überhaupt der Blog angefangen wurde. Das mit dem Vernetzen kapier ich übrigens auch nicht. Wenn man einen Blog wirklich gut findet, dann ist das ja OK, wenn man sich unterstützt. Aber ich will doch in erster Linie Buchleser anlocken und nicht andere Blogger.

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    1. Daran krankt, meiner Meinung nach, die Buchblogszene allgemein. Es wird sich viel im eigenen Saft gedreht und sehr darauf geschaut, wer was wie macht. Dass man seine Meinung aber eben, wie du sagst, für Leser und nicht andere Blogger schreibt, ist vielen nicht mehr bewusst.

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  3. Hi Denise,
    ich mag deine Gedanken zur Buchumgebung sehr. Da bist du für mich das Musterbeispiel eines Blogs mit INHALT!
    Tipps bin ich am Anfang gar nicht gefolgt, ich hab mir aber andere Blogs angeschaut und übernommen, was ich selbst gut fand. Und dann variiert, wieder abgeschafft oder ausgebaut, wenn ich mich damit gut fühlte. So hab ich z.B. eine strukturiertere Rezension übernommen und einen Monatsrückblick.
    Bei Gewinnspielen hab ich die Erfahrung gemacht, wie du auch schreibst. Ich hatte mal eines mit einem Quiz - die Lösung dazu hat jemand im Netz veröffentlicht und ich hatte dann lauter gleichklingende Lösungen von Leuten, die garantiert noch nie auf meinem Blog waren. Das hat mich ernüchtert, weiß nicht, ob ich nochmal was verlosen werde. Es ist ganz nett zwischendurch, aber um Leser zu gewinnen, eh der falsche Weg.
    LG - Daniela, der Buchvogel

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    1. Hi Daniela,

      Danke für dein Kommentar und fürs Lob :) dein Vorgehen finde ich gut. Einfach gucken, was zu einem passt und das dann personalisieren. Cool!
      Lg
      Denise

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  4. Wenn ich gefragt werde, dann gebe ich auch immer den Tipp, dass man individuell sein sollte. Aber nicht, um viele Leser anzuziehen, sondern weil es so einfach viel mehr Spaß macht, zu bloggen. Wenn man das, was sowieso von allen Dächern schallt, zum dreißigsten Mal wiederholt, dann macht es einem selbt doch keinen Spaß. Wenn man sich aber begeistert über ein Thema auslässt, für das man selbst brennt, wie das neu entdeckte tollste Buch aller Zeiten, das offensichtlich sonst noch niemand kennt oder das schon 15 Jahre alt ist, dann bringt einem das selbst jede Menge Spaß (also mir jedenfalls) und ich finde, das merkt man den Beiträgen auch an. Dass es nicht viele Leser bringt, wenn man seine individuelle Nische bedient, ist ja eigentlich auch klar. Aber wenn das eben MEINE Nische ist, in der ich mich wohl fühle, stört mich das nicht.


    Vernetzung sieht bei mir so aus, dass ich unter meinen Buchrezensionen auch andere verlinke - und je mehr sie von meiner abweichen, desto interessanter werden sie. Manchmal kennzeichne ich das auch extra, dass bei Blog XY das Buch völlig anders empfunden wurde und ich sehe, dass diesen Links regelmäßig gefolgt wird. In eine "Community" hineinzukommen und sich gegenseitig in den Beiträgen in fröhlicher Grinse-Runde beim Stammtisch oder beim Litcom-Treffen zu zeigen, daran liegt mir nicht (wer's mag soll das gerne tun!). Ich sammele um mich andere Blogger/innen, die einen ähnlichen Blick auf Bücher haben. Sie müssen nicht mal meinen Buchgeschmack teilen. Aber ich weiß auch, dass ich den Begriff Vernetzung anders verstehe als viele. Ich gebe Dir aber absolut recht, dass so wie sie oft betrieben wird, sicher nicht das gewünschte Ergebnis "Reichweite" damit erzielt wird, sondern eher demonstriert wird, wie geschlossen eine gewisse Gruppe ist.

    Regelmäßiger Content in einem Genre, das ich nicht lese und Gewinnspiele für Bücher, die mich nicht interessieren, locken mich als Leser nicht an.

    Wie man zuverlässig an viele Leser kommt, kann ich nicht sagen ;-) So viele hab ich nicht. Aber dafür fühle ich mich mit dem, was ich tue und wie ich es tue, sehr wohl. Das zu erreichen, ist in meinen Augen auch ein sinnvoller Tipp.

    LG Gabi

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    1. Hi Gabi,

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Deinen Tipp am Ende sollte jeder beherzigen. Der ist klasse.
      Lg
      Denise

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  5. Hi Denise,

    ich sehe das eigentlich weitestgehend identisch. Jeder sagt, "du musst was anderes machen, nur Rezensionen reichen nicht".
    Ich habe lange überlegt, was ich quasi als 2. Standbein mit aufnehmen könnte, aber hey, sorry! Ich kann mich einfach nicht damit anfreunden zum Beispiel alles mögliche aus meiner privaten Emotionskiste auszubreiten. Und auch, wenn es scheinbar Follower bringt,das bin einfach nicht ich!
    Gewinnspiele gibt es in der Regel bei mir nur, wenn ich aus Versehen mal etwas doppelt bekomme, oder ähnliches, ist also auch recht selten...
    Dementsprechend sieht auch mein Blog aus, denn mittlerweile nehme ich auch an den von dir erwähnten täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Aktionen nicht mehr teil, er besteht mittlerweile eigentlich fast ausschließlich aus Rezis. Klar, lassen sich "nur" damit die Follower und Reichweite nicht so stark ausbauen, wie man sich das vielleicht wünschen würde, aber darin steckt nunmal mein Herzblut. Das ist es, was ich von Anfang an machen wollte und so wird es auch in Zukunft weitestgehend sein. Natürlich abgesehen von Aktionen, die Bücher unterstützen sollen, die mir am Herz liegen, so etwas wird es weiterhin ab und an geben ;)

    LG
    Jacqueline

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    1. Ich verstehe auch einfach nicht, wieso ich auf einen Blog gehen sollte, nur um an irgendeiner Aktion teilzunehmen?! Ich weiß doch dann, dass es keine "ehrlichen" Klicks auf meiner Seite sind, sondern jemand nur zeigen will wie freundlich er doch zu mir ist und sich erbarmt auch mal auf meine Seite zu klicken. Wenn ich auf einen Buchblog klicke, dann will ich auch Rezensionen oder ähnliches lesen. Wenn ich auf einen Reiseblog gehe, dann will ich auch nicht irgendeinen Emokram lesen, sondern wissen wo ich als nächstes hinfahren werde.

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    2. Hi Jacqueline,

      Dass mit dem 2. Standbein kenne ich und mir sagt das auch nicht zu. Warum muss ich denn meine Gedanken über mich selbst, meine Beziehung oder meinen Hamster preisgeben, damit ich Follower habe? Das ist doch dann kein Buchblog mehr. Ich gehe da mit dir und mareike konform: Ich will eine Meinung über ein Buch lesen und nicht, wie geil das letzte Croissant geschmeckt hat.
      Lg
      Denise

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  6. Hallo,
    sehr gut geschrieben Ja, leider ist es so, dass man oft auf Blogs zu lesen bekommt: gemeinsam lesen, Montagsfrage, Freitags Frage, irgendwas mit Wedsday, Sunday, Cover... usw. Ich gestehe, ich mache wirklich nur bei einer Aktion mit und zwar dem Freitags Füller. Und ich jage keinen Follower her. Klar freue ich mich auch über jeden, der mir folgt, aber mit aller Gewalt?? Ne, da geht ja der Spaß verloren!
    Beste Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

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    1. Hi Anja,
      Danke dir für deinen Kommentar :) es ist doch toll, dass der Freitagsfüller dich begeistert. So soll es ja sein. Aber du hast recht...auf Teufel komm raus Follower jagen vertreibt den Spaß
      Lg
      Denise

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  7. Ein sehr schöner Beitrag, den ich nur so unterschreiben kann! :)

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  8. Hey =)

    Individualität ist so eine Sache. Das bedeutet für mich nicht, dass man immer neue und topaktuelle Beiträge bringen muss, um im Gespräch zu bleiben. Ich bin schon froh, wenn ein Blogger seiner eigenen Linie treu bleibt wie auch immer die aussieht und nicht auf jedes Stöckchen aufspringt. In der Bloggerwelt wird ja jede Woche ein anderes Drama durchd Dorf getrieben. Sehr anstrengend =).

    Die gestellten Instagram Fotos können mich mittlerweile auch nicht mehr so recht begeistern. Knall das Buch hin, schmeiß ein bisschen Deko drüber und zack im Kasten. Manchmal muss ich da schon schmunzeln.

    Beim Thema Vernetzung und Offenheit bin ich auch sehr skeptich. Bin hier allerdings aber auch schon positiv überrascht worden.

    Mehr Content, gleich mehr Follower? Nein ganz eindeutig nicht. Bei mir steigen Follower Zahlen genau dann, wenn ich mich sehr aktiv in der Community bewege, auf anderen Blogs kommentiere und auch selbst mal einen Blick auf neue Blogs werfe. Die Zahl an sich ist mir aber auch nicht so wichtig, sofern es auf meinem Blog einen gewissen Austausch gibt. Ich bin zum Beispiel echt geknickt, wenn eine Rezension so gar kein Feedback bekommt. Zum Glück sind das die Ausnahmen.

    Gewinnspiele gibt es bei mir eher selten. Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind dubiose Teilnahmebedingungen, die mich zu etwas nötigen, was ich gar nicht will, zum Beispiel Facebook Follower zu werden. Nein danke, da passe ich.

    LG
    Anja

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    1. Wo ich gerade dabei bin, über eine Sache muss ich mich noch aufregen: Gigantische Book Hauls über sage und schreibe 3 bis 5 Bücher! Ernsthaft? Ich kann diesen Begriff "Haul" nicht mehr sehen und klicke diese Art vonb Beiträgen aus Prinzip schon nicht mehr an.

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    2. Hi Anja,

      Danke dir für deinen ausführlichen Kommentar. Ich sehe viele Dinge genau so. Beim Thema Kommentieren muss ich mir an die eigene Nase fassen, das mache ich zu wenig.

      Book Hauls über 5 Bücher? xD ach herrje...da kann ich deinen Unmut verstehen.
      Lg Denise

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  9. Ich liebe deine "Warum"-Beiträge, fein ehrlich und ich stimme dir zu! Natürlich gibt es wunderschöne nicht-individuelle Bilder auf insta, die ich mir gerne angucke, aber selbst haben Kerstin und ich da das reinste Chaos :D

    Vernetzen ist Arbeit und nimmt definitiv Zeit in Anspruch, wobei ich nicht sagen kann das es mir schwer fiel Fuß zu fassen - bin aber auch eine Sabbeltante die gerne hier und da mitmischt ;) Und ich kommentier bei anderen Blogger*innen immer fleißig - wenn man dan in bestimmten Themen und bei gewissen Büchern übereinstimmt, entwickelt sich da schnell ein schöner regelmäßiger Austausch in den SoMe und auf den jeweiligen Blogs

    Immer wieder das mit den Followern ... zu Beginn, so ehrlich muss ich sein, habe ich sehr ein Auge darauf gehabt! Auch heute freue ich mich über jede*n der/die uns für sich entdeckt, aber die Zahl ist mir wurscht! Lieber ein kleiner Kreis mit intensivem Austausch als ein "Hauptsache Klicks" ...

    Wünsche dir nen feinen Tag!

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    1. Hi Janna,

      Danke dir für deinen Kommentar :) Follower sind immer noch DAS Mittel der Stunde, nach dem Verlage ihre Kooperationen auswählen. Und wenn man gerne an Aktionen teilnehmen möchte, fällt einem das unter Umständen auf die Füße. Ich stimme dir aber voll zu: lieber regen Austausch als tote Klickmasse.

      Lg
      Denise

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    2. Klar sind Koops mit Verlagen reizvoll, aber Kerstin und ich legen unseren Schwerpunkt momentan mehr auf Selfpublisher - da auch der Austausch intensiver ist. Logo, Verlagsbücher werden gelesen und auch mal ReziEx angefragt, aber die Frage ist ja: warum blogge ich? Um mir einen Namen bei Verlagen zu machen oder mich mit anderen Leser*innen und ggf Autor*innen auszutauschen? Wo wir wieder bei der Vernetzung sind, bei der man eben Zeit reinstecken muss - aber ich mach das gern, aufgrund des Austausches und den tollen anderen Beiträgen von Blogger*innen (=

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    3. Euren Schwerpunkt habe ich gesehen. Da muss ich gleich mal vorbeikommen :)

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  10. Liebe Denise,

    mein Kommentar ist zu lang, deswegen werde ich ihn wohl in zwei Teile splitten müssen, weil ich ihn nicht kürzen will :-).

    Individualität: Ich denke, jeder ist schon "automatisch" individuell. Warum? Das geht schon beim eigenen Schreibstil los. Da setzt jeder Blogger eigene Akzente. Und der eine versteht sich halt mehr darauf, zu reflektieren bzw. sich auszudrücken und der andere muss diesen Punkt vielleicht erst noch erreichen oder ist mit sich und seinem Blog bereits zufrieden. Ich habe den Sinn in den Mitmach Aktionen wie z.B. "Montagsfrage" bisher noch nicht gesehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle, die an der Aktion teilnehmen, wirklich jeden Blog besuchen und sich anschauen, was der Blogger geantwortet hat und sich dann auch noch die Zeit nehmen, den Beitrag zu kommentieren.
    Was die Sache mit den Monatsrückblicken betrifft: Ich schreibe sehr gerne an meinen Monatsrückblicken. Ich muss aber gestehen, dass ich die Posts auch immer als "Monatsrückblicke" bezeichne. Zum einen, weil mir die Idee für eine kreative Überschrift fehlt und zum anderen, weil meine Leser dann gleich wissen, was sie in dem Beitrag erwartet. Und auch hier habe ich bisher unterschiedliche Gliederungen gesehen. Von "Nur Statistik" bis hin zu "Büchern in Bildern aufgelistet" war einiges dabei. Ich selbst variiere auch immer ein bisschen, da ich nicht zu jedem Gliederungspunkt immer etwas zu erzählen habe.
    Was das Beiträge teilen betrifft, ist es ebenfalls etwas knifflig: Ich bewerbe alle Beiträge auf meinen offiziellen Social Media Seiten. (Abgesehen von Instagram und YouTube. Bei Instagram ist mir das zu blöd, die ganzen Links auf dem Handy rauszusuchen). In einer Bloggergruppe gab es mal einen Sammelpost für Monatsrückblicke. Da habe ich meinen Rückblick dann öfter verlinkt. Eines Tages fühlte sich dann eine Bloggerin gestört, weil ich den Sammelpost halt am letzten Tag des Monats eröffnet habe. Es gab dann eine kleine Diskussion und seither lasse ich das mit der Verlinkung auch bleiben. Rezensionen verlinke ich in einer Buchblogger Gruppe bei Facebook, aber auch nur aus dem Grund, weil die Gruppe speziell für Rezensionen gedacht ist und ich es daher nicht als "Ich klatsche euch meinen Link jetzt auch noch vor die Füße"-Ding empfinde. Ansonsten teile ich nur ausgewählte Beiträge in Facebook Gruppen.

    Zum Thema Vernetzen: Die Sache mit dem Vernetzen nervt mich tierisch. (Ich befürchte, ich hab dazu hier schon mal was kommentiert :-) ). Ich denke, es ist wie in jedem anderen Bereich auch: Es treffen Menschen aufeinander: Sie finden sich sympathisch und bleiben in Kontakt - Fertig. Und ich finde das auch menschlich. Bloggen ist schließlich ein Hobby und da möchte ich mich auch mit Menschen austauschen, die ich mag und die ich interessant finde und nicht nur Bloggerfreunde bei Facebook sammeln, mit der Idee, sie irgendwann brauchen zu können. Mir geht's mehr um die Beziehung als den Nutzen von einem Kontakt. Dieses "Wir sind eine Community"-Ding finde ich einfach unreflektiert, weil es nicht so ist. Ich denke, es gibt keinen Bereich, in dem es nicht irgendwelche Randgruppen gibt.

    1/2

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    1. Die Sache mit dem Content finde ich wirklich spannend: In den letzten Monaten hat es sich irgendwie ergeben, dass alle zwei Tage ein Blogbeitrag bei mir online geht. Das war gar nicht so bewusst gewählt. Mir ist es nur wichtig, dass sich die Beiträge gut verteilen und es nicht zwei Wochen gibt, in denen ich viel poste und dann folgen drei Wochen Stille. Auch hier habe ich gemerkt, dass einige Beiträge besser und andere schlechter ankommen. So wurden beispielsweise mein Artikel über meine "Neuzugänge" so gut wie gar nicht angeklickt. Dabei lese ich Neuzugänge Posts von anderen Bloggern sehr gerne, da sie mir eine Übersicht über deren Lesegeschmack geben (wie bei den Monatsrückblicken). Da mir Monatsrückblicke im Vergleich aber mehr Spaß machen, wie die Neuzugänge, fühle ich mich darin bestätigt, keine regelmäßigen Neuzugänge Posts schreiben zu müssen.

      Und zu den Gewinnspielen: Ich veranstalte auch so gut wie keine Gewinnspiele, da ich sie unnötig finde und auch nur selten Sachen habe, die ich verschenken könnte.
      Das Witzige war, dass ich zum Jahreswechsel das Hörbuch von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" verlost habe, weil ich es versehentlich zweimal zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und die Kassenzettel bereits vernichtet worden waren. Meine Gewinnspielfrage war wirklich einfach. Man musste nur ein paar Hörproben in eine richtige Reihenfolge bringen. Kein Mensch hat mitgemacht :D Und jetzt, wenn bald die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft tritt, frage ich mich sowieso, ob man rechtlich korrekte Gewinnspiele überhaupt noch veranstalten kann :-).

      viele Grüße

      Emma

      2/2

      PS: vielen Dank für Deinen spannenden Beitrag. Ich habe ihn sehr gerne gelesen.

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    2. Hi Emma,
      Ich bin baff über deinen ausführlichen Kommentar. Tausend Dank. Stimmt, zum Thema vernetzen hatten wir uns schon mal ausgetauscht :)

      Wenn ein Beitrag mit Freude geschrieben wird, merkt man das immer. Und dann ist es auch wurscht, ob es ein Ausblick oder Rückblick ist :)

      Nochmal vielen Dank für deine Mühe.
      Lg Denise

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    3. Guten Abend Denise,
      ich freue mich, dass du dich freust! Es kam einfach so über mich :-). Bisher habe ich es nur einmal geschafft, die Zeichenzahl von Blogger-Kommentaren zu überschreiten. Und das ist auch schon ein Weilchen her...

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  11. Dass du bei so einem bekannten Buch niemanden gefunden hast, der teilnimmt finde ich schon bemerkenswert. Wir hatten Ende des Jahres ein Gewinnspiel, in de wir gebrauchte Bücher verlost haben an jedem Adventssonntag ein neues. Einmal hat wirklich nur eine Person mitgemacht und die höchste Teilnehmerzahl waren 7, glaube ich. Ich hab erst gedacht, dass die Buchauswahl nicht so gut war, aber dein Beispiel zeigt, dass es das nicht sein kann.
    Für mich persönlich sind diese "Neuzugänge" Beiträge total uninteressant, das wirkt auf mich auch immer eher so, als wenn jemand jetzt mal schnell einen Artikel schreibt, weil sonst der regelmäßige Inhalt fehlt. Ich will wissen worum es in dem Buch geht und nicht, dass gerade jemand Shoppen war. Von daher: gute Entscheidung das zu lassen ;)

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    1. Das hat mich auch erstaunt, gerade bei so einem tollen Buch.

      Bei den Neuzugängen denke ich wie maraike: was nützt es mir, wenn ich weiß, was der Blogger an Neuzugängen hat, wenn die Besprechung zig Monate später folgt?
      Lg Denise

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    2. Hallo ihr beiden,

      ich glaube bei "Phantastische Tierwesen" kamen mehrere Gründe zusammen: Zum einen mussten sich die Interessenten 5 Minuten Zeit nehmen und die Hörproben sortieren (was wirklich kein Ding der Unmöglichkeit war, weil ich die Hörbücher unsortiert in der Infobox - es ging um eine Podcast Folge - angegeben hatte). Zum anderen glaube ich, dass viele das Medium abgeschreckt hat. Es ist halt eine Hörbuch Ausgabe. Und bei "Phantastische Tierwesen" könnte ich mir gut vorstellen, dass viele Potterheads eher an dem Buch interessiert sind, mit der Idee dort vielleicht Illustrationen zu finden. Das Hörbuch wird zwar von dem Synchronsprecher von Newt Scamander (mir ist gerade der Name des SChauspiealers entfallen) gelesen, aber ich vermute, dass sich wirklich nur waschechte Hörbuch Fans angesprochen gefühlt hätten. Na ja, Glück für mich. So kann ich es an Potterheads im Freundeskreis weiterschenken :-)

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    3. Und zu den Neuzugängen: Ich habe bei während des Schreibens auch eher den Eindruck bekommen, dass es ein Lückenfüller Post ist. Zumal ich zwei der Neuzugänge schon gelesen hatte, bis der Post endlich online ging.

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    4. Deine Aufgabe erinnert mich an mein letztes Gewinnspiel während einer Blogtour. Ich wollte per Kommentar wissen, welche Ecken Berlins besucht wurden oder wo man mal hin will. Einige haben sich richtig Mühe gegeben. Andere “war nie in Berlin“. Fand ich schade :/

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  12. Huhu!

    Für Blogneulinge finde ich viele Tipps noch hilfreich, aber du hast schon recht, manche wiederholen sich immer wieder und sind dabei nicht immer praktisch anwendbar...

    Aber es kommt auch immer drauf an, wie etwas begründet wird – ob da irgendein Denkanstoß kommt, mit dem man was anfangen kann, oder nicht. Nur "Sei individuell!" ist in der Tat wenig aussagekräftig.

    ...wobei mir gerade auffällt, dass meine letzten 5 Beiträge tatsächlich alles Rückblicke, Neuerscheinunge und Social-Reading-Aktionen waren. Oha. Normalerweise ist das Verhältnis von Rezensionen zu solchen Beiträgen deutlich besser. Ich hänge gerade ein paar Rezensionen hinterher!

    Ok, es wird Zeit für mich, mal wieder einen Beitrag mit mehr Gehalt zu schreiben! ;-)

    Bei den Instagram-Fotos ist es inzwischen so, dass ich mich an den perfekt durchgestylten einfach übersättigt habe. Eine Zeitlang habe ich versuche, bei meinen Fotos wenigstens ein bisschen Deko zu verwenden (ist lange her), aber inzwischen fotografiere ich meine Bücher lieber in ihrem natürlichen Lebensraum.

    Bei den Funkos frage ich mich auch öfter: wieso dieser Funko mit diesem Buch?! Das ist auch mit ein Grund, warum viele Buchboxen nichts für mich sind: ich möchte nicht 32 Euro bezahlen und dann feststellen, dass 16 Euro davon für einen Funko verwendet wurden...

    Ich finde Vernetzung zwischen Buchbloggern wichtig – allerdings nicht nur als Mittel, den eigenen Blog zu pushen... Wir brauchen nicht mehr Followerzahlen, sondern mehr echte Kommunikation und Diskussion. Einige Monate habe ich komplett damit aufgehört, an Aktionen wie Gemeinsam Lesen oder Top Ten Thursday mitzumachen, inzwischen bin ich wieder dabei, so als Testballon. Und ich habe den Eindruck, dass sich dadurch wirklich das ein oder andere interessante Gespräch ergibt – aber natürlich gibt es immer noch die "Hey, schöne Bücher, hier ist mein Beitrag: http://www.memememememe.de"...

    Geponserte Beiträge sind für mich etwas, wo es auf die Dosis ankommt. Wenn ein Blog interessante Rezensionen und Beiträge postet und dann *mal* einen gesponserten Beitrag macht, stört mich das nicht.

    Gewinnspiele bringen auch in meinen Augen nicht wirklich langfristig etwas. Ich mache alle paar Monate mal eins – und schon springen Leute aus dem Gebüsch, die man noch nie auf meinem Blog gesehen hat, und wann man sich dann deren FB anschaut, teilen sie ein Gewinnspiel nach dem anderen... Und natürlich verschwinden sie wieder auf Nimmerwiedersehen, wenn das Gewinnspiel vorbei ist.

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.

    LG,
    Mikka

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    1. Hi Mikka,

      Ich danke dir für dein Kommentar und die Verlinkung. Tipps mit Hintergrund wären tatsächlich hilfreicher, da gebe ich dir recht. Deinen Testballon finde ich spannend. Mal sehen, was dein Fazit daraus ist :)

      Lg Denise

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