1. November 2017

Über den Wolken









Titel: Flugangst 7A
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 400
ISBN: 978-3426199213









Dr. Mats Krüger leidet an Flugangst und würde lieber durch den Atlantik schwimmen, als diesen per Flugzeug zu überqueren. Doch seine einzige Tochter Nele erwartet ihr erstes Kind. Dafür überwindet der Psychiater seine Angst und reist von Buenos Aires nach Berlin, ungeahnt, dass der Flug nicht das Schlimmste wird. Denn als Mats' Handy an Bord klingelt, ahnt der Psychiater nicht, dass er zu einem Massenmörder werden soll...

"Flugangst 7A" ist der 15. Thriller aus der Feder von Sebastian Fitzek und hat mich endlich wieder vollends überzeugt. Hatte ich bei den letzten beiden Werken vor allem am Schluss viel zu kritisieren, legt der Autor nun eine überzeugende, erschreckende und runde Story vor. Toll!

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt zum Einen Mats, der über den Wolken nicht nur mit seiner Flugangst, sondern auch mit einem Wahnsinnigen am Telefon zu kämpfen hat. Zum Anderen erlebt man mit seiner Tochter Nele grausame Stunden. Denn die Hochschwangere wird entführt und als Teil eines Plans missbraucht, an dessen Ende ihr Vater Dr. Mats Krüger die Maschine, in der er sitzt, zum Absturz bringen soll. Eine klasse Idee für einen Psychothriller.

Die Figuren sind sehr gut gelungen und haben alle ihre Ecken und Kanten. Zwar jagt der Autor seine Leser in einem hohen Tempo durch die Story, jedoch verliert er dabei nicht den Blick für wichtige Details und überzeugende, menschliche Handlungen. So konnte ich mich von Beginn an sehr gut in die Charaktere hineinversetzen.

Die Story ist rund und es konnte mich auch endlich wieder der Schluss begeistern. Ich habe mir dieses Mal bewusst Zeit gelassen mit der Lektüre und so konnte das Grauen, welches Fitzek erschafft, erst richtig in mir reifen. Das Finale hat mich überrascht, passt aber zum gesamten Roman und enthält zum Glück keinerlei überraschende Wendung, die man nicht hätte ahnen können.

Sebastian Fitzek schafft es mit "Flugangst 7A" bei mir ein Gefühl der Beklemmung auszulösen. Ich fliege leidenschaftlich gern, habe bisher keinerlei Panik vor Langstreckenflügen gehabt und mich vor allem am Fensterplatz pudelwohl gefühlt. Nach der Lektüre steige ich zwar noch immer in ein Flugzeug, aber nun werde ich immer wieder an die Statistiken denken, an die ganzen Vorkommnisse und vor allem an eines: Dass der Mensch immer noch die gefährlichste Waffe ist! Vielen Dank dafür, Herr Fitzek!


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Kommentare:

  1. Hallo <3 Ich habe es auch gelesen und fand den Anfang soooo mega toll..aber dann war ich doch enttäuscht, mich konnte das Buch nicht wirklich überzeugen..hatte das Gefühl abwechselnd "Die Therapie" oder "Passagier 23" zu lesen und das Ende hat mich mal wieder Kopfschüttelnd zurückgelassen. Aber Gott sein Dank sind Geschmäcker verschieden und ich freue mich, das du so begeistert warst <3 Liebe Grüße <3

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    1. Hi Anja,
      Schade, dass es dir nicht gefallen hat. Mich hat es endlich wieder überzeugt :)

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