16. Juli 2017

Die Totentafel fordert Opfer






Titel: Die Totentafel
Autor: André Milewski
Seiten: 288
Verlag: Selfpublisher
ISBN: 978-1543281651










Im winterlichen New York wird die Leiche eines Archälogen mitten vor dem Metropolitan Museum gefunden. Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin, bis der Gerichtsmediziner feststellt, dass der Mann schon seit über 8 Wochen tot ist und ihm zudem das Gehirn entfernt wurde. Detective Heather Rollins beginnt mit der Spurensuche, die sie bald weit in die Vergangenheit führen soll.

"Die Totentafel" war mein erster Thriller von André Milewski und hat mich gut unterhalten. Der Autor entführt seine Leser nach New York und ins alte Ägypten und lässt einem dabei kaum Zeit zum Atem holen. Klasse!

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei begleitet man Detective Heather Rollins, die frisch das Revier gewechselt hat und in Trennung lebt, bei ihren Ermittlungen um den toten Archäologen und dessen geheimnisvolle, letzte Arbeit. Heather muss sich dabei nicht nur vor den neuen Kollegen beweisen. Sie lebt auch in latenter Angst vor ihrem Ex-Mann, der als Captain des NYPD Einfluss und Macht hat und die Trennung gar nicht akzeptieren kann. 

André Milewski wirft seine Leser mitten in das Geschehen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich sofort mit der Detective und ihrem Partner Rico verbunden gefühlt und habe mit den beiden gerätselt, Verhöre geführt und Spuren ausgewertet. Toll fand ich auch, dass der Autor das Privatleben von Heather geschickt in die Story eingebaut,dass es nicht zu viel Raum in Anspruch genommen hat. So wirkte der Thriller aufgelockert, ohne dass vom Fall abgelenkt wurde.

Die Story ist von Beginn an fesselnd, wenn gleich an manchen Stellen zu einfach zu durchschauen. André Milewski hat durchaus die richtigen Gedankenblitze, die er seinen Figuren in den Mund legt. Den Weg dahin verschweigt er aber. So wunderte ich mich bei manchen Szenen, wie Heather nun auf genau den Schluss kam, der dann zur Lösung führte. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Zeit gewünscht. Dennoch tat dies meinem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, schnörkellos und mit dem richtigen Maß an Detailverliebtheit versehen. Toll!

Fazit: ein Thriller, der unterhält und locker zu lesen ist. Ich kann ihn empfehlen.


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