Sonntag, 7. Mai 2017

Der Schein trügt

Engelszorn
(Chatherine-Bell-Reihe Band 3)
von Alex Thomas
(604 Seiten)


Eine Leseprobe findet Ihr hier

Normalerweise beginne ich meine Rezensionen immer mit einer kleinen Zusammenfassung des Inhaltes. Einfach, damit man direkt zu Beginn schon weiß, worauf man sich einlässt. Heute mache ich mal eine Ausnahme, denn "Engelszorn" von Alex Thomas ist im Genre Thriller so richtig eingeordnet wie ich bei Germany next Topmodel.

Ich hatte das Buch auf einer Buchmesse entdeckt und mich sehr auf die Lektüre gefreut. Rom, Vatikan, Glaube und Verschwörungen stehen bei mir seit Dan Brown hoch im Kurs. Da muss es nicht immer realitätsnah zugehen, aber man muss es mir schon gut verkaufen können. Dass ich es bei "Engelszorn" aber nicht mit Verschwörungen, sondern mit Übersinnlichem, Mystischem und leider auch sehr überspitzten Technologien zu tun bekomme, hatte ich nicht geahnt. 

Und so verdrehte ich auf den ersten 100 Seiten so oft die Augen, dass mir eigentlich hätte schwindlig werden müssen. Seher, menschliche, ausgewachsene Klone und Andeutungen über Wesen aus einer anderen Dimension wurden mir da vor die Nase gehalten. Ich wollte nicht mit Engeln reden, sondern eine spannende Jagd nach der Wahrheit erleben. Das wurde nichts.

Dabei ist der Stil von Alex Thomas wirklich gut zu lesen. Und die Geschichte birgt bestimmt Potenzial zum Unterhalten und Atem anhalten. Doch nicht für mich. Denn ich habe durch die Aufmachung etwas ganz anderes erwartet und konnte mich nicht auf den Roman einlassen. Daran trägt keineswegs der Autor (hinter dem sich ein Duo verbirgt) Schuld, sondern allein Klappentext und Einordnung durch den Verlag.

Und so bleibt mir nur zu sagen: wer mit Esoterik und Übersinnlichem etwas anfangen kann, sollte mal reinlesen. Bei mir sind die Engel leider falsch.

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