17. Juli 2015

Mein Interview mit Ben Bauhaus

(Quelle: www.egmont-lyx.de)

Hallo Ihr Lieben,

ich konnte in Berlin nicht nur einen, sondern direkt 2 Autoren zum Live - Interview treffen. Während Martin Krist schon ein alter Hase ist, ist Ben Bauhaus quasi ein Neuling in der Bücherwelt. Das Cover zu seinem Erstling "Bullet Schach" hat mich so neugierig gemacht, dass ich ihn antickern musste. Und....er hat tatsächlich geantwortet und sich relativ spontan für ein Interview bereit erklärt. Und so trafen wir uns am 09. Juli 2015 in Kreuzberg zum Mittagessen.

Da ich immer noch kein Diktiergerät mein Eigen nenne, ist auch dieses Interview eine Mischung aus Gedächtnis- und Schriftprotokoll.

Im Café Atlantic hatten Ben und ich uns verabredet. Typisch ich war ich zu früh da und leicht aufgeregt. Ben aber auch, wie er mir später verriet. Als der Autor mich dann ansprach, war ich zunächst überrascht: längerer Bart, drei Ohrringe, das passte nicht so ganz zu dem Bild, was ich von ihm hatte. Aber umso herzlicher war dann das Gespräch.

Egmont Lyx kenne ich ja in erster Linie als Verlag für Romance und Paranormal. Daher wollte ich unbedingt wissen, wie sein Thriller es zu Lyx schaffte. Ben berichtete, dass er bei der Agentur scriptzz unter Vertrag steht und diese sein Manuskript Ende 2013 an Lyx vermittelt haben. Und der Verlag hat sich direkt dazu entschlossen, 2 Bücher von ihm zu veröffentlichen. Wow!

Bens schriftstellerische Laufbahn ist durchaus interessant und für mich ungewöhnlich. Im normalen Leben erschafft er nämlich Spiele für den PC. "Ich übertrage Brettspiele für den PC. Spiele wie Carcassone oder die Siedler von Catan. Auch Spiele für Kinder, die sie auf dem Tablet spielen können, habe ich schon gemacht", beschrieb er mir seine Tätigkeit. Zum Schreiben selbst ist er erst sehr spät gekommen, da er seine Kreativität zunächst in das Entwerfen von Spielen als Jugendlicher oder auch in die Rollenspiele gesteckt hat.

Der Gamedesigner kann fast überall schreiben. Egal, ob in der U-Bahn, am Flughafen oder im Café. Für ihn gibt es da keine festgelegten Ruhezonen oder Orte, an denen er sein muss. Im Gegenteil: "Wäre ich auf mein Arbeitszimmer und eine bestimmte Zeit am Tag festgelegt, hätte ich keinen Roman fertig gestellt", stellte er fest.

Auch was Genre angeht, ist Ben Bauhaus sehr frei. Er legt sich keine Grenzen, hat sich auch schon an Fantasy und Kinderbüchern versucht. Ein breites Feld, wie ich finde. "Bullet Schach" ist zum Beispiel seine erste Veröffentlichung, aber nicht sein erster Thriller.

Sein Erstling entwickelte sich witzigerweise aus einer Idee, die zunächst nicht funktioniert hat. Ben hat meist Versatzstücke, wie einzelne Charaktere oder Kniffe im Kopf. 
In "Bullet Schach" geht es unter anderem auch ums Schachboxen. Da musste ich natürlich nachfragen, wie das genau funktioniert. Ben erklärte mir, dass die Kontrahenten über 10 Runden kämpfen, also 5 Runden Boxen und 5 Runden Schach spielen. Während des Schachspiels, das pro Runde auch nur 3 Minuten dauert und per Schachuhr gestoppt wird, werden den Spielern die Boxhandschuhe entfernt. Gewinnen kann man auf 3 Arten: durch K.O., durch Schachmatt oder dadurch, dass dem Gegner keine Zeit mehr auf der Schachuhr zur Verfügung steht. Ben selbst hat noch keine Erfahrungen im Schachboxen gemacht, obwohl er an der Uni mal geboxt hat.

Natürlich wollte ich auch vom frisch gebackenen Autoren wissen, welches Buch er zur Zeit liest. Aktuell sind dies zwei Stück: einmal "Final Cut" von Veit Etzold (kann ich nur empfehlen) und einmal "The Amateurs" (dt. Titel lautet "Coma") von John Niven. Eine interessante Auswahl, zumal ich mit John Niven gute wie schlechte Erfahrungen gesammelt habe.

Wir haben beim Interview viel gelacht und gescherzt. Und bei der Frage nach dem Helden seiner Kindheit musste Ben schon grinsen. "Garfield", kam es nach einem kurzen Zögern. Tja, wer mag schon Montage?

Ich danke Ben sehr für das tolle und aufgeschlossene Interview. Es war hochspannend und ich freue mich auf die Lektüre. Denn das Buch hat mittlerweile seinen Weg zu mir gefunden.

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