Donnerstag, 18. Juni 2015

Zwei Jungs, zwei Welten, eine Liebe

(Quelle: www.amazon.de)
Different Boys - Kleine und große Überraschungen
(Different-Boys-Reihe Folge 1)
von Norman Stark

Eine Leseprobe findet ihr hier

Colin und Tom, zweieiige Zwillinge und homosexuell, feiern ihren 29. Geburtstag im Kabuff, der Kneipe ihrer Mutter. Während Colin sich seinen Spaß sogar auf der Tanzfläche holt, träumt Tom fast schon klassisch-spießig von der großen Liebe. So unterschiedlich die Brüder sind, so sehr halten die beiden auch zusammen. Und während Colin sich mit einem seiner Ex zusammentut, verfällt Tom dem gutaussehenden Sascha, der aber nach einer Nacht voller Spaß einfach verschwindet. Hat der Bruder überhaupt mal Glück in Sachen Liebe?

"Different Boys" ist die neue Gay-Romance-Serie von Norman Stark und der Auftakt mit dem Titel "Kleine und große Überraschungen" konnte mich schon überzeugen. Der Roman war mein erster Versuch mit dem Genre und ich bin begeistert.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben. Dabei stehen kapitelweise Colin und Tom im Mittelpunkt. Während man mit Tom eher auf der romantisch-verträumten Welle reitet, bietet Colin einen tiefen Einblick in sein Sexleben. Denn er ist kein Kind von Traurigkeit und hält Monogamie für Verschwendung. Und so folgt man dem Steward auf seine Abenteuer. Das fand ich spannend und Norman Stark hat diese Szenen mit Gefühl und dem richtigen Augenmaß geschrieben, so dass ich fast in meinen Kindle reingekrochen bin, weil ich es so aufregend fand.

Doch auch Toms Kapitel haben mich gefesselt, denn sie haben gezeigt, dass jeder mit Liebesproblemen zu kämpfen hat, egal welches Geschlecht er liebt. Zudem ist mir Tom sehr sympathisch und ich habe während des Lesens die Daumen gedrückt.

Die Story an sich ist locker-leicht und herrlich unfluffig. Die Brüder und auch ihr Umfeld entsprechen zum Glück nicht einem einzigen Klischee, das so durch die Welt schwirrt. Alle Figuren sind herrlich normal und doch so besonders, dass man sie einfach gern haben muss. Und der Roman endet mit einem Cliffhanger, der mich direkt dazu verleitet, noch heute mit Teil 2 zu beginnen.

Der Stil von Norman Stark ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seiner Schreibweise merkt man an, dass er auch Drehbücher schreibt, denn seine Ausführungen sind bildhaft, nachvollziehbar und lassen einen Film vor dem inneren Auge entstehen. Toll!

Fazit: mein erstes Mal ist geglückt und ich will mehr! Wer sich mal an Gay-Romance ausprobieren möchte, sollte zugreifen.


Kommentare:

  1. Hallo Denise,

    toll, dass du bei deinem ersten Buch aus dem Genre gleich so viel Erfolg hattest. Ich lese schon länger in dem Genre und hab bisher bis auf wenige Ausnahmen auch immer Glück mit der Auswahl.

    Die Reihe klingt sehr interessant, aber leider habe ich es absolut nicht mit Kurzgeschichten, weshalb es dann doch nichts für mich ist.

    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Hi Julia,

      danke für dein Kommentar. Das macht mir Mut :) Und die different boys sind ja eine Reihe. Du könntest also die Bände hintereinander weg lesen. Mal so als Idee ;)

      LG
      Denise

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    2. Ja, ginge schon, aber da hab ich dann auch Sorge, dass es den Kurzgeschichtencharakter beibehält. Aber mal schauen ob es irgendwann eine Gesamtausgabe gibt, dann schau ich es mir vielleicht nochmal an.

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  2. Ob ein Autor ein guter Autor ist, weil er Drehbücher schreibt? Ich weiß nicht... Drehbücher können ziemlich abgehackt klingen, wenn ich an die Dramen aus meiner Schulzeit denke :-) Ich glaube, für die Details ist das gut. Andererseits kann es schwer werden, zusammenhängend, rund zu schreiben. Wer weiß :-)

    Bzgl. der Kurzgeschichtenfrage: Es ist ne Fortsetzungsgeschichte - ein Roman, der in 6 Teile geteilt ist :-)

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