Samstag, 30. Mai 2015

Ewige Jugend hat ihren Preis

Adolescentia Aeterna - Die Entdeckung der Ewigen Jugend
(Adolescentia - Aeterna- Trilogie Band 1)
von Betty Kay

Eine Leseprobe findet ihr hier

Eva studiert Soziologie und möchte ihre Dissertation über eine Sekte verfassen. Jedoch ist ihrem Professor bisher kein Vorschlag gut genug. Da stößt sie nach einem Hinweis einer Bibliothekarin auf eine unbekannte kleine Gruppierung, die sich "Ewige Jugend" nennt und glaubt, durch gewisse Praktiken ein langes, junges Leben zu erlangen. Die Studentin ist sofort Feuer und Flamme, bis sie sich mit dem Besitzer des Werkes auseinandersetzen muss, das sie unbedingt für ihre Arbeit benötigt. Denn Julian ist so unfassbar arrogant, hochmütig....und sexy!

"Adolescentia Aeterna – Die Entdeckung der Ewgigen Jugend" ist der Auftakt zu einer Trilogie von Betty Kay und mein erster Roman der Autorin. Sie verbindet Mystery und Erotik gekonnt und hat mich damit in weiten Teilen überzeugen können.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Dabei folgt man großteilig Eva und ihren Nachforschungen, was wirklich hinter der Adolescentia Aeterna steckt. Doch auch Julian, der Älteste und somit Anführer der Ewigen Jugend, wird kapitelweise in den Mittelpunkt gerückt. Diese Mischung hat mir gut gefallen, denn ich habe beide Figuren auf Anhieb sympathisch gefunden und bei Julian hat sich bei mir nicht direkt dieses "Was ein Arschloch" – Denken eingestellt, wie es oft der Fall bei solcher Art von Romanhelden war. Toll!

Besonders gelungen fand ich Evas Wandlung, die sie im Roman durchmacht. Wohin es sie führt, möchte ich nicht verraten, allerdings sei so viel gesagt: die Veränderung war für mich nachvollziehbar, fühlbar und sehr gut durchdacht. Betty Kay gibt ihrer weiblichen Hauptfigur eine Rolle, die ich so noch nicht gelesen habe. Und das hat mich positiv überrascht, denn zu oft gibt es Wiederholungen, was die Verteilung der Macht zwischen Mann und Frau angeht. Die Autorin spielt gekonnt damit und zeigt einen Weg, wie es auch sein kann. Und diesen prickelnden Weg bin ich gern mit Eva gegangen.

Die erotischen Szenen wurden gekonnt in die gesamte Handlung eingewoben. Ab und an habe ich zwar gedacht, dass Betty Kay etwas dick aufträgt, was die Gespielinnen angeht, aber insgesamt hat sie doch eine gute Mischung gefunden. Besonders schön fand ich die Szenen zwischen Julian und Eva. Hier sprang der Funke direkt aus dem Buch. Toll!

Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: die Clique von Eva. Selten habe ich andere Frauen so gern mal schlagen wollen. Ich kann zwar sehr gut verstehen, dass sich beste Freundinnen Sorgen machen, wenn sich eine von ihnen verändert, doch was Mimi, Evas beste Freundin, abzieht, war für mich lachhaft. Ich selbst hätte sie zum Mond geschossen. Hier wäre weniger mehr und glaubwürdiger gewesen.

Das Ende hat mich überzeugt und ich freue mich schon auf Band 2. Denn es gibt noch genügend Rätsel, die es zu lösen gilt.

Der Stil von Betty Kay ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist fesselnd, direkt und es schleichen sich sogar ein paar typisch österreichische Begriffe ein. Ich persönlich mag sowas sehr.


Fazit: eine tolle Mischung aus prickelnder Erotik und geheimnisvollen Männern. Ich kann es empfehlen.

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