Mittwoch, 24. Dezember 2014

Zauberhafte Geschichte um die Herkunft des Weihnachtsmannes

Wunder einer Winternacht
von Marko Leino

Eine Leseprobe findet ihr hier

Nikolas lebt mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Ada auf einer winzigen Insel vor der Küste. In einer stürmigen Nacht erkrankt Ada und die Eltern entschließen sich, mit der Kleinen ins Dorf zu fahren. Nikolas soll allein in der Hütte bleiben und das Feuer hüten. Das tut der älteste Sohn auch. Tagelang. Bis 2 Männer kommen und ihm die traurige Nachricht überbringen, dass seine Eltern und Ada verunglückt sind. Zum Waisen geworden, wird Nikolas mit ins Dorf genommen. Und dort entscheidet man sich, dass er von nun an jedes Jahr in einer anderen Familie leben soll. Sein Umzug findet immer Weihnachten statt. Und damit wird der Beginn einer wunderschönen Tradition eingeläutet...

"Wunder einer Winternacht" ist ein Roman von Marko Leino, der zugleich auch verfilmt worden ist. Mir waren bis zur Lektüre weder Film noch Buch bekannt. Und dennoch hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen.

Aus der Erzählersicht begleitet man Nikolas durch die Jahre. Man erlebt, wie der 5-Jährige seine Eltern verliert, wie er in den folgenden Jahren im Dorf herumgereicht wird und schließlich mit 13 zu einem mürrischen Tischler in die Lehre geht. Dabei erlebt man auch die Trauer Nikolas', seine Freude und Herzensgüte sowie die Reifung seiner Idee, den Kindern im Dorf jedes Jahr eine Freude zu bereiten. Gefühlvoll und langsam führt die Erzählung zu dem entscheidenden Punkt, an dem aus Nikolas der Weihnachtsmann wird.

Die Geschichte ist so wunderschön und märchenhaft erzählt, dass sie nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene verzaubern kann. Sicherlich hat sich jeder von uns schon mal gefragt, woher der Weihnachtsmann kommt und was er gemacht hat, als er noch nicht so alt war? Marko Leino greift eine Möglichkeit auf, die für mich schlüssig klingt. Am Ende des Buches konnte ich nur sagen: Ja, so muss es gewesen sein. Und gibt es was schöneres?

Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten und jedes ist, wie ein Adventskalendertürchen, mit Nummern überschrieben. So kann einen das Buch auch über die gesamte Adventszeit begleiten und als Kalender in Buchform fungieren. Eine feine Idee.

Der Stil von Marko Leino ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise hat mich von Beginn an verzaubert und er erzählt mit so viel Liebe zum Detail, dass ich teilweise das Klingen der Glöckchen hören konnte. So muss das sein!


Fazit: ein wundervoll weihnachtliches Buch. Ich kann es nur empfehlen. HO HO HO!

Kommentare:

  1. Ohhh, ich habe ganz vergessen, dass ich mir in diesem Jahr dieses Buch auch besorgt habe um es zu Weihnachten zu lesen! Muss ich gleich schnell rauskramen, denn nach Weihnachten lesen finde ich blöd.
    Und es hört sich schließlich gut an was du dazu schreibst *G*

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Das hört sich nicht schlecht an, das Buch. Werde ich mir wohl mal auf den Wunschzettel schreiben für nächstes Jahr.
    Anbei die 3. Aufgabe von Anka: Ich wünsche Dir ein ganz liebes Weihnachtsfest. Genieße diesen Tag.
    LG
    Anja

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