Montag, 17. November 2014

Ordnung ist unsere Pflicht, Ordnung steht über allem

Secrets - Ich fühle
(Secrets - Reihe Band 1)
von Heather Anastasiu

Eine Leseprobe findet ihr hier

In der Zukunft leben die Menschen unter der Erde. Ihre Gefühle werden mittels eines Chips unterdrückt, denn Emotionen haben dafür gesorgt, dass die Erde unbewohnbar wird. Zoel kennt die Geschichte, weiß, dass Gefühle gefährlich sind und genießt es doch, wenn sie immer wieder aus dem System herausgleitet und fühlen kann. Allerdings hat sie auch Angst, denn wenn entdeckt wird, dass sie Gefühle hat, wird sie neu programmiert oder sogar deaktiviert. Ihre Anstrengungen scheinen aber zu scheitern, als sie eines Tages zu einer Untersuchung gerufen wird. In letzter Minute wird sie von Adrien gerettet. Sie flieht mit ihm. Doch kann das wirklich der beste Weg sein?

"Secrets – Ich fühle" ist das Debüt von Heather Anastasiu und gleichzeitig auch der Auftakt zur Secrets – Trilogie. Der dystopische Jugendroman konnte mich, nach leichten Startschwierigkeiten, vollends überzeugen.

Die Geschichte wird von Zoel selbst erzählt. Und man erfährt direkt zu Beginn, dass sie anders ist als die anderen. Sie kann nämlich aus dem System hinausgleiten, ist somit unverbunden und kann fühlen. Etwas, was in der Gemeinschaft komplett untersagt ist und auch verfolgt wird. Zu Beginn versucht die 17-jährige auch immer wieder, in das System hineinzukommen und einfach nur normal zu sein. Doch im Laufe des Romans entdeckt Zoel, welche Bereicherung Emotionen sein können. Dieser Veränderungsprozess war für mich sehr spannend, aufwühlend und teilweise auch witzig. Denn was für uns völlig normal ist, muss von Zoel mühsam gelernt werden. Und dabei passiert so mancher Fauxpas, der mich grinsen ließ.

Die Story selbst beginnt erstmal wie jede Dystopie: die Hauptfigur hat etwas besonderes an sich und dadurch ist ihr Leben gefährdet. Ich hatte mich schon halbwegs damit arrangiert, dass "Secrets" auch nicht anders ist, als Heather Anastasiu ihrem Roman eine Richtung gibt, die mich fasziniert und gefesselt hat. Durch diese Veränderung war ich wie gebannt und wollte einfach nur wissen, wie es mit Zoel, Adrien und Max weitergeht. Ein mehr als gelungener Kniff der Autorin!

Das Ende ist rund, lässt aber genug Raum für den 2. und 3. Band. Ich bin schon sehr gespannt, wie Anastasiu die Geschichte von Zoel weitererzählen wird.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist zu Beginn eher distanziert, was auch nicht verwunderlich ist, da ihre Hauptfigur ja keine Gefühle hat. Im Laufe des Buches werden ihre Erzählungen aber emotionaler, selbstsicherer und bewusster. Man macht beim Lesen den Prozess der Veränderung mit Zoel gemeinsam durch. Toll!


Fazit: ein gelungenes Debüt, welches mich gespannt auf die nächsten Teile warten lässt. Eine klare Empfehlung an alle Dystopie-Fans!


Ein großes Dankeschön an den Blanvalet - Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Kommentare:

  1. Ist der Stoff nicht auch verfilmt worden? Irgendwie kommt er mir jedenfalls bekannt vor ...

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    1. Hi Lissi,

      hmmm, in ähnlicher Weise bestimmt schon. Es gibt einen Film, der eine ähnliche Handlung hat. Meinst du Equilibrium?

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  2. Das ist doch genau das, was eine Vierzehnjährige mit Hunger Games-Begeisterung unter'm Weihnachtsbaum finden wird. (Hoffentlich leiht sie es mir). Heißen Dank!

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    1. Hi Maerim,

      das ist in der Tat eine sehr gute Wahl :) Hoffentlich freut sich das Tochterkind :)
      LG
      Denise

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