Sonntag, 2. November 2014

"Es war einmal..." war gestern

Der Ozean am Ende der Straße
von Neil Gaiman

Eine Leseprobe findet ihr hier

Ein Mann erinnert sich an seine Kindheit: in dem Dorf, in dem er lebte, lebten auch 3 Frauen: die Hempstocks. Mit deren 11-jähriger Tochter Lettie freundete sich der Junge sehr schnell an. Lettie zeigte ihm ihren Ozean, ein Teich am Ende der Straße. Der Junge versuchte dem Mädchen klar zu machen, dass ein Teich nur ein Teich sei. Noch nie in seinem Leben hatte er sich so geirrt...

"Der Ozean am Ende der Straße" war mein erster Roman von Neil Gaiman und nach der Lektüre frage ich mich: warum habe ich nicht schon mehr Bücher von ihm gelesen?

Die Geschichte wird von dem Jungen, dessen Namen im gesamten Roman nicht genannt wird, selbst erzählt. Er schildert seine Erlebnisse mit der 4 Jahre älteren Lettie, einem Mädchen mit ganz besonderen Fähigkeiten. Und so, wie der Kleine verzaubert wird, so hat Lettie auch mich verzaubert.

Dem Roman wohnt eine besondere Anziehungskraft inne. Er wirkt märchenhaft und doch realistisch, der Autor spielt mit den Ängsten und Wünschen seiner Leser und lässt so manchen Kindheitstraum lebendig werden. Dabei zeigt er, dass man nie zu alt für Märchen werden kann.

Die Hauptfigur akzeptiert ohne Wenn und Aber die Besonderheiten der Familie Hempstock, glaubt ihnen, wie nur ein Kind es kann und ist sofort überzeugt, als Lettie ihn zu einem Abenteuer mitnimmt. So überzeugend und so glaubwürdig können nur Kinder sein. Und damit hat sich Neil Gaiman auch die besten Figuren ausgesucht.

Der Roman handelt weder von Elend, noch von Leid oder der großen Liebe. Er handelt einfach von dem größten Abenteuer eines Jungen und die Auswirkungen bis ins hohe Alter. Und das ist eine Geschichte, die ich gern gelesen habe.

Der Stil von Neil Gaiman ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise nimmt einen gefangen, verzaubert einen und lässt erst wieder los, wenn man selbst an all das glaubt, was in diesem Roman geschieht. Er erzählt seine Geschichte mit dem richtigen Maß an Ernsthaftigkeit, so dass ich keine Sekunde auch nur daran gezweifelt habe, was dem Jungen passiert. Einfach märchenhaft!


Fazit: "Der Ozean am Ende der Straße" hat mich verzaubert. Eine klare Leseempfehlung an alle, die auch gern mal wieder den Zauber der Kindheit spüren möchten.

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