31. Oktober 2014

Mein Interview mit Ivo Pala


Hallo Ihr Lieben,

wie versprochen, kommt hier mein Interview für den Oktober. Nach meiner Lektüre im Juni von H2O - Das Sterben beginnt wollte ich unbedingt mehr vom Autoren Ivo Pala erfahren. Doch wie das nun mal so ist, gehen Bücherprojekte natürlich vor, so dass Ivo jetzt im Oktober Zeit gefunden hat, mir meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Interview!

F: Zuerst meine Lieblingsfrage: was liest du gerade?

A: Zur Zeit lese ich „Neverwhere“ von Neil Gaiman; ich mag seine Märchen für Erwachsene sehr.


F: Wie kamst du dazu, ausgerechnet Thriller zu schreiben? Und wie geht das mit deiner Elbenthal-Saga zusammen?

A: Das ist eine gute Frage! Vermutlich hat es damit zu tun, dass ich selbst ausgesprochen gerne Thriller lese. Vor allem aber wahrscheinlich, weil die Themen, die mich beschäftigen, oftmals einfach wirklich erschreckend sind und ich sie teilen will.
Das lässt sich sehr gut mit der „Elbenthal-Saga“ und auch den „Elbenthal-Chroniken“ oder auch mit meinen Kinderbüchern wie „Der Drache hinter dem Spiegel“ vereinbaren; schon allein, weil ich in den fantastischen Welten, von denen ich dort berichte, Erholung finde von den Schrecken, die ich in meinen Thrillern behandle.


F: Es wird ja eine Fortsetzung von "H2O - Das Sterben beginnt" geben. Kannst du mir schon ein paar Details verraten?

A: Ich kann sogar mehr als das, liebe Denise – zumal man es ja auch schon bald in der Vorschau des BLANVALET-Verlages lesen wird.
Der Titel des „H2O“-Nachfolgers lautet „GIFT – Der Tod kommt lautlos“. Der Klappentext fasst den Inhalt des zweiten GTAZ-Thrillers gut zusammen:
„Ein NATO-Stützpunkt an der deutschpolnischen Grenze wird Ziel eines Giftanschlags. Patrizia Hardt und Gernot Löw von der nationalen Terrorabwehr machen Jagd auf die Terroristen und stoßen auf einen furchtbaren Skandal: Aus der Zeit des kalten Krieges schlummern auf ostdeutschem Boden versteckte Depots mit Kampfgiften und biologische Waffen – darunter eine tödliche Seuche. Hardt und Löw folgen der Spur der Terroristen bis nach Leipzig. Da wird der erste Todesfall bekannt. Diagnose: PEST!“


F: Wie kam es zu deinem Pseudonym Richard Hagen?

A: Wir – das heißt der Verlag, meine Agentur und ich – hatten uns entschieden, für die Real-Krimis ein Pseudonym zu verwenden, um sie sowohl für den Handel als auch die Leserschaft klarer von der
Fantasy abzugrenzen. Der Name Richard Hagen sollte dabei eine Hommage sein an Richard Wagner, dessen „Lohengrin“ und auch „Ring des Nibelungen“ Teile der „Elbenthal-Saga“ inspiriert hatte und an die Figur „Hagen“, mit der ich mich schon seit früher Kindheit beschäftige und die ja ebenfalls in Wagners „Ring“ und in meiner „Elbenthal-Saga“ vorkommt.


F: Was machst du eigentlich, wenn du mal nicht an einem Buch arbeitest?

A: Das ist ein vielleicht durchaus wünschenswerter jedoch noch nie eingetretener Zustand. Ich arbeite immer an dem einen oder anderen Buch- oder Drehbuchprojekt. Selbst im Urlaub – man kann eben schlecht Ferien machen vom eigenen Kopf.


F: Was war dein witzigstes Lesungserlebnis?

A: Oh, da gibt es einige! In einem Fall las ich einmal vor „Das Telefon begann zu klingeln.“, und genau in dem Moment klingelte dann das Handy eines Gastes. Die Spannung war natürlich erstmal beim Teufel.
Ein anderes Mal las ich in einem Café „Er röchelte.“, und fast zeitgleich begann dann die Kaffeemaschine in der Ecke des Raums lautstark zu „röcheln“.
Oder einmal habe ich statt „Sensoren auslösen“ „Senioren auslösen“ gelesen; das gab dann auch jede Menge Gelächter. Schwer zu sagen, welches davon das witzigste war.


F: Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? War es dein Kindheitstraum?

A: Im Grunde genommen war es mein Kindheitstraum – neben einigen anderen. Ich wollte auch mal Archäologe werden und Chemiker und Architekt und auch Koch – da war Schriftsteller fast schon die logische Konsequenz, weil ich dabei forschen kann und strukturieren und planen, aber eben auch kreativ sein darf und Dinge entwickeln, die anderen Menschen im übertragenen Sinn „schmecken“.


F: Du bist ja oft in Berlin und Brandenburg mit deinen Büchern unterwegs. Wird man dich auch mal in anderen Teilen der Republik treffen?

A: Ja, in den vergangenen Jahren habe ich viel zu wenig Zeit gehabt, um für Lesungen weiter zu reisen – außer für die Richard Hagen-Krimis, die ich am Ort der Handlung (im Rheingau) präsentiert habe und natürlich die „Elbenthal-Saga“, für die ich desöfteren in Dresden und auch in Meißen sein durfte. So, wie ich auch jetzt Anfang November wieder in Dresden bin auf der Literaturmesse „schriftgut“, auf der ich sowohl die „Elbenthal-Saga“ als auch die „Elbenthal-Chroniken“ sowie „Der Drache hinter dem Spiegel“ vorstellen darf.
Aber für die nähere Zukunft sind durchaus Lesungen auch in anderen Gebieten geplant; sowie auch mehr Besuche auf Messen und Rollenspiel-Cons und Festivals.


F: Gibt es etwas, was du deinen Lesern unbedingt sagen möchtest?

A: Das meiste, was ich sagen möchte, sage ich in meinen Büchern. Aber darüber hinaus gibt es eigentlich nur eines: Danke, liebe Leser! Für das Vertrauen, das Interesse und für die liebe Unterstützung! Herzlichsten Dank!


Vielen Dank Ivo, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich riesig auf dein neues Buch!

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