Freitag, 19. September 2014

Eine frische Moorleiche gibt Rätsel auf

Einen Tod musst du sterben
(Hannover-Krimi Band 5)
von Susanne Mischke

Eine Leseprobe findet ihr hier

Im Moor bei Hannover machen Jäger einen entsetzlichen Fund: die Leiche eines Mannes ist entstellt und ausgeweidet. Schnell wird klar, wer der Tote ist: Johannes Falkenberg, ein Hühnerbauer, der sich durch dubiose Geschäfte viele Feinde geschaffen hat. Kommisar Völxen und sein Team übernehmen die Ermittlungen und schon bald stößt man auf eine Gruppe von Verdächtigen: Tierschutzaktivisten. Zu Völxens Unglück ist seine Tochter in dieser Gruppe aktiv. Hat sie was mit dem Mord zu tun oder kennt sie gar den Täter?

"Einen Tod musst du sterben" ist mein erster Krimi von Susanne Mischke, aber bereits Band 5 um die Ermittler aus Hannover. Ich kenne die vorangegangenen Krimis nicht, hatte aber auch keine Schwierigkeiten, mich zurecht zu finden.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben, man folgt allerdings zum größten Teil den Ermittlern. So lernte ich nur Kommissar Bodo Völxen kennen, sondern auch sein Teamkollegen Jule, Oda und Fernando. Das hat mir sehr gut gefallen, denn die Autorin zeigt somit, dass Erfolge nur als Team erreicht werden können. Es gibt keinen Starermittler und zum Glück auch keinen Staranwalt. Das fand ich super!

Susanne Mischke legt in ihrem Krimi sehr viel Wert auf Lokalkolorit. So sprechen ihre Figuren, je nach Herkunft, unterschiedliche Dialekte, die auch schriftlich ausgelebt werden. Daher konnte ich mich sowohl in den schwäbischen Gerichtsmediziner als auch in den sächsischen Mitbewohner eines Verdächtigen hineinversetzen. Und die Dialekte brachten mich auch zum Lachen, denn es mutet schon witzig an, wenn der Gerichtsmediziner das SCH so schön betont.

Das tolle an dem Krimi ist auch, dass sich die Leichen nicht stapeln. Die Autorin legt Wert auf die Ermittlungen und nicht auf Schockmomente. Das hat mir sehr gefallen, denn ich konnte die Ermittlungen sehr gut nachvollziehen und habe gemeinsam mit dem Team versucht den Täter zu ermitteln.

Das Ende hat mich überrascht, war aber in sich schlüssig und nicht übertrieben. Und endlich mal gab es keinen Alleingang von einem Ermittler, bei dem man sich gern mal an die Stirn schlägt vor so viel Naivität. Super!

Der Stil von Susanne Mischke ist nach einer kurzen Eingewöhung sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist unaufgeregt und auf den Punkt. Lange Ausschweifungen gibt es bei ihr nicht. Diese Mischung passt in meinen Augen perfekt zum Team aus Hannover.


Fazit: "Einen Tod musst du sterben" ist ein sehr guter Krimi, der mich unterhalten hat. Eine klare Leseempfehlung.


Ein großes Dankeschön geht an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches.

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