13. August 2014

Was geht vor: das Leben einzelner oder der Gemeinschaft?

Level 
(Silo-Reihe Band 2)
von Hugh Howey

Eine Leseprobe findet ihr hier

2049: Der gerade gewählte Abgeordnete Donald Keene wird von dem Senator Thurman mit der Planung und dem Bau eines riesigen, unterirdischen Silos beauftragt. Zu spät erkennt Donald, zu welchem Zweck das Silo wirklich gebaut werden soll. Die Welt steht am Abgrund und der Abgeordnete kann sich gerade so in das Silo retten.
Jahre später steht der Wächter Troy vor einer schwierigen Aufgabe: in einem Silo ist eine Revolte ausgebrochen. Soll er diese mit tödlichen Folgen niederschlagen oder seine eigene Neugier befriedigen und der Revolte ihren Lauf lassen??

"Level" ist Teil 2 der Silo-Trilogie von Hugh Howey und hat mich wieder begeistert. Obwohl der Band nach dem ersten Teil "Silo" erschienen ist, erzählt er die Vorgeschichte zu Band 1. Und diese Vorgeschichte ist erschütternd, spannend und deprimierend zugleich.

Der Roman wird aus der Erzählerperspektive berichtet und man folgt verschiedenen Personen und Blickwinkeln. Zudem springt man in der Zeit auch mal 20 oder mehr Jahre nach vorn. Dennoch konnte ich der Geschichte jederzeit ohne Schwierigkeiten folgen. Das lag vor allem an der fesselenden und zugleich unaufgeregten Erzählweise Howeys.

Während die Story weiter voranschreitet, werden immer mehr Details zu den Silos und ihrem Sinn und Zweck deutlich. Und so manche Idee, die zu den Silos geführt hat, hat mir den Mund aufgrund ihrer Ungeheuerlichkeit offen stehen lassen. Ich konnte mich kaum von dem Buch lösen, da ich unbedingt wissen wollte, wie weit Menschen gehen können, um vermeintlich alle zu schützen.

Das Finale spannt dann auch den Bogen zu seinem Vorgänger und lässt den Leser mit einem Cliffhanger allein. Ich hoffe, dass sehr bald Band 3 erscheinen und übersetzt wird. Denn ich will unbedingt wissen, wie die Figuren mit ihren gemachten Entdeckungen umgehen und welche Konsequenzen sie daraus ziehen.

Der Stil von Hugh Howey lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Der Autor hat das Talent, dort detailliert zu erzählen, wo es nötig ist und da Dinge auszulassen, die er der Fantasie seiner Leser überlassen möchte. Zudem sind seine Kampfszenen weder blutig noch effektheischend. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ein Tipp für Leser, die in die Reihe einsteigen möchten: Es ist das Beste, wenn ihr mit "Silo" beginnt, denn sonst wird euch durch "Level" so manche Entdeckung vorweggenommen und das wäre doch schade, oder?


Fazit: ein grandiose Fortsetzung, die mit viel Geschick auf ein großes Finale zusteuert. Eine klare Leseempfehlung!


Ein großes Dankeschön geht an den Piper-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches.

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