Freitag, 29. August 2014

Blutig, spannend und einfach fesselnd

Mein bist du
von Luke Delaney

Eine Leseprobe findet ihr hier

Ein junger Mann wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Der Tatort lässt auf eine Beziehungstat schließen. Doch DI Sean Corrigan entdeckt schnell Ungereimtheiten. Und tatsächlich stellt der Forensiker kurze Zeit später fest, dass nichts so ist, wie es scheint. Wer hat den jungen Mann getötet und warum?

"Mein bist du" ist das Debüt von Luke Delaney und es konnte mich von der ersten Seite an überzeugen. Der Autor, der unter einem Pseudonym schreibt, kommt selbst aus dem aktiven Polizeidienst und weiß somit, wovon er schreibt.

Der Thriller beginnt direkt mit einem Paukenschlag: der Täter erzählt aus seiner Sicht, was ihn antreibt. Im weiteren Verlauf wechseln die Perspektiven. Der Täter darf immer aus der Ich-Perspektive erzählen, während man die Ermittlungen aus der Erzählerperspektive verfolgt. Dieser Wechsel hat es mir angetan und mich gefesselt. Zudem kann Luke Delaney aus meiner Sicht sehr gut die Überzeugungen des Mörders darstellen. Ein grausiges, aber zugleich spannendes Erlebnis.

Der Ermittler Sean Corrigan steht im Mittelpunkt des Thrillers und bringt, wie fast schon typisch für Polizisten in Thrillern, sein eigenes, privates Päckchen mit. Allerdings leidet er darunter nicht so extrem, wie es seine Kollegen in anderen Büchern tun. Das hat mir gefallen. Zudem wirkt Corrigan bodenständig, menschlich und macht Fehler. Er ist also kein Super-Cop, aber auch keiner, der kurz vor dem Ausschluss aus dem Polizeidienst steht. Damit hat der Autor für mich eine sehr gute Hauptfigur erschaffen.

Die Geschichte selbst ist spannend und rasant erzählt. Zur Mitte hin kommt man als Leser mal zum Atem, da auch die Ermittler sowie die Verfolgten ihre Strategien planen und abwarten. Danach nimmt der Thriller wieder Fahrt auf und bis zum Schluss konnte ich mich nicht mehr losreißen. Toll!

Der Stil von Luke Delaney ist sehr gut und angenehm zu lesen. Er spart nicht an Details, auch nicht an blutigen, dennoch schlachtet er diese nicht so aus, wie ich es von so manchem amerikanischen Autor gewohnt bin. Seine Erzählweise selbst ist unaufgeregt, was mir sehr gut gefallen hat.


Fazit: endlich mal wieder ein gelungenes Thriller-Debüt, das mich auf mehr hoffen lässt. Eine klare Leseempfehlung!

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