Mittwoch, 30. Juli 2014

Wiederaufbau, verrückte Vampire und ganz viel Blut

Department 19 - Das Gefecht
(Department-19-Reihe Band 3)
von Will Hill

Eine Leseprobe findet ihr hier

Department 19 befindet sich nach dem verherrenden Angriff von Dracula im Wiederaufbau. Jamie Carpenter bildet neue Mitglieder aus, während Kate Randall sich um die innere Sicherheit von Schwarzlicht kümmert. Die Vampirin Larissa ist in die USA abkommandiert worden, um dort neue Agenten auszuwählen. Doch kaum scheint sich alles zu normalisieren, da brechen aus mehreren psychatrischen Kliniken für Schwerstverbrecher alle Insassen aus. Und diese Insassen sind verwandelt worden. Also muss die Jagd auf Dracula erstmal verschoben werden. Doch kann sich die Welt überhaupt diesen Aufschub leisten??

"Department 19 – Das Gefecht" ist Band 3 der Department-19-Reihe von Will Hill und hat mir sehr gut gefallen. Der Autor führt die Geschichte von Jamie und seinen Freunden konsequent, wenn auch düster und blutig fort.

Der Roman wird aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Dabei folgt man immer wieder anderen Teammitgliedern. So weiß man nicht nur, was in England vor sich geht, sondern ist auch live in den USA dabei, wenn Larissa ihren Auftrag ausführt. Diese verschiedenen Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen und ich fühlte mich immer auf dem aktuellen Stand. Allerdings gewährt Hill seinen Lesern kaum einen Wissensvorsprung, so dass ich erst gemeinsam mit den Figuren hinter so manches Geheimnis und hinter so manchen Verrat gekommen bin.

Die Geschichte ist noch blutiger als ihre Vorgänger und der Autor geht da auch mit seinen doch eher jugendlichen Lesern nicht gerade zimperlich um. Es spritzen Blutfontänen, es werden Körperteile abgerissen und mancher Kampf endet in einer wilden Prügelei. Daher würde ich die Reihe auch nur älteren Jugendlichen ab 15 Jahren aufwärts empfehlen.

Die Figuren agieren in meinen Augen glaubwürdig und nachvollziehbar. Auch ihre Motive, warum sie so handeln, wie sie handeln, waren für mich verständlich. Selbst die Absichten des Vampirs, der in diesem Band eine größere Rolle einnimmt, waren für mich logisch und so konnte ich mich auch in den "Bösen" sehr gut hineinversetzen.

Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: die Figuren von Will Hill fluchen gern, aber leider sehr eintönig. Egal, ob sie erschrocken, wütend oder einfach nur überrascht sind, es fällt immer wieder nur ein Wort: "Jesus!" Ob dies nun am Original liegt oder ob der Übersetzer wenig Kreativität gezeigt hat, kann ich leider nicht beurteilen, da ich nur die Übersetzung gelesen habe. Hier wäre aber mehr Abwechslung besser gewesen.

Der Stil von Will Hill ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise hat mich nach ein paar Seiten wieder gefesselt und ich war wieder mitten im Geschehen, obwohl ich den Vorgänger schon vor einiger Zeit gelesen habe.


Fazit: ein grandioser 3. Band, der mich neugierig auf Teil 4 macht. Eine klare Leseempfehlung an alle Vampir- und Jamie-Carpenter-Fans.

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