20. Juli 2014

Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben

Celeste bedeutet Himmelblau
(Frank-Liebknecht-Reihe Band 1)
von Brigitte Pons

Frank Liebknecht hat sich für ein ruhiges Leben als Dorfpolizist in Vielbrunn entschieden. Doch das ruhige Leben ist schnell vorbei, als auf einem Acker eine stark entstellte Leiche gefunden wird. Schnell wird klar: der Tote ist Theodor Brettschneider und der Tod ein Unfall. Frank zweifelt an dieser Lösung und sucht auf eigene Faust weiter. Dabei gerät er in einem Sumpf, aus dem er aus eigener Kraft kaum noch herauskommt...

"Celeste bedeutet Himmelblau" ist mein erster Krimi von Brigitte Pons und er hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist der 1. Band der Frank-Liebknecht-Reihe.

Die Geschichte wird komplett aus der Erzählerperspektive wiedergegeben. Allerdings begleitet man neben dem Polizisten Liebknecht auch andere Figuren. Dadurch lernt man verschiedene Blickwinkel kennen und kann sich somit besser in die Geschehnisse hineindenken.

Frank Liebknecht ist als Ermittler eher unkonventionell und missachtet so manche Vorschrift. Damit kommt er zwar voran, jedoch wirkte die Masse der Übertretungen für mich übertrieben. Denn Frank risikiert mehr als nur einmal seinen Job.

Auch das Finale mutete für mich zunächst zu fantastisch an um wahr zu sein. Allerdings zeigt die Autorin in ihrem Nachwort, dass die schrägsten und auch traurigsten Geschichten immer das Leben schreibt.

Der Stil von Brigitte Pons ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist bedacht, aber nicht gemütlich, und sie erzählt nur das, was für den Fall wichtig ist. Die Details, die sie aufzeigt, sind wichtig, aber nicht effektheischend. Das hat mir sehr gut gefallen.


Fazit: ein tolles Krimi-Debüt, das mir Lust auf mehr macht. Wer gern mit den Figuren ermittelt, kann beherzt zugreifen.

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