Montag, 14. Juli 2014

Bist du nicht patriotisch, musst du sterben!

Quelle: www.blanvalet.de
Todeszimmer
(Rhyme-Sachs-Reihe Band 10)
von Jeffery Deaver

Eine Leseprobe findet ihr hier

Auf den Bahamas wird der US-Bürger Robert Moreno kaltblütig erschossen. Moreno war ein großer Kritiker der USA und versuchte durch seine Organisation "Lokale Selbstbestimmung" den Menschen in Entwicklungsländern zur Unabhängigkeit von US-Entwicklungshilfe zu verhelfen. Wer könnte so einen Mann töten? Die Staatsanwältin Nance Laurel hat da einen starken und zugleich sehr gefährlichen Verdacht: der Mord geschah im Auftrag eines US-Geheimdienstes. Sie heuert Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs an, damit sie der Anwältin die nötigen Beweise liefern. Doch der Täter ist den beiden Ermittlern näher, als sie vermuten...

"Todeszimmer" ist bereits Band 10 der Rhyme-Sachs-Reihe von Jeffery Deaver und er konnte mich wiederum begeistern. Der Autor hat sich diesmal die Vorgehensweise der US-Geheimdienste als zentrales Thema ausgesucht und trifft damit den Nerv der Zeit.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei folgt man sowohl den Ermittlungen, als auch dem Täter, so dass man immer 2 Blickwinkel auf das Geschehen hat. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Story selbst ist hochspannend und faszinierend. Rhyme und Sachs können nicht, wie gewohnt, auf alle möglichen Quellen zurückgreifen, da ihre Ermittlungen im Geheimen stattfinden müssen. Dennoch lässt es sich der mürrische Ermittler im Rollstuhl nicht nehmen, jeden nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Und genau dieser Sarkasmus, gepaart mit dem ungeheuren Fachwissen Rhymes, macht den Ermittler dennoch so sympathisch.

Jeffery Deaver erzählt mit großer Liebe zum Detail und informiert seine Leser sehr ausführlich. Selbst wer all seine Bücher kennt, bekommt nochmal eine Auffrischung in Sachen Tatortbegehung oder Waffenkunde. Das hat mir gefallen, denn nicht immer bleiben alle Beschreibungen aus den Vorgängern haften. Trotz dieser großen Detaildichte war es keinen Augenblick langweilig.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ich finde, dass Deaver im Gegensatz zu seinen früheren Werken auch besser lesbar geworden ist. Die Details beschreibt er nun so bildhaft und klar, dass man einfach weiterlesen muss. Das war grad in den Anfängen seines Schaffens nicht immer der Fall.

Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, empfiehlt es sich, die Reihe chronologisch zu lesen, damit man die Entwicklung der Figuren nachvollziehen kann.

Fazit: ein sehr genialer 10. Band, der mich erstaunt und fasziniert zurücklässt. Eine klare Leseempfehlung an alle Thriller-Fans.


Ein großes Dankeschön an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung dieses Buches.

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