Sonntag, 1. Juni 2014

Zeitreisen und ihre Tücken

Zeitsplitter: Die Jägerin
von Cristin Terrill

Em ist eingesperrt. Sie wird gefoltert, befragt und muss mit anhören, wie ihr Freund Finn in der Zelle neben ihr ebenso leiden muss. Marina hingegen ist ein glückliches Mädchen der Oberschicht, heimlich verliebt und auf Du mit der High-Society. Die beiden Mädchen scheint viel zu trennen und doch sind es nur 4 Jahre...

"Zeitsplitter - Die Jägerin" ist das Debüt von Cristin Terrill und es hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin wagt sich an das doch recht komplexe Thema Zeitreisen und ihre Auswirkungen und hat es in meinen Augen brilliant gelöst.

Die Geschichte wird abwechselnd von Em und Marina aus der Ich-Perspektive erzählt. Beide Mädchen sind ein und dieselbe Person. Während Marina im Hier und Jetzt lebt, kommt Em aus der Zukunft, um zu verhindern, dass Zeitreisen möglich werden. Was ihre Beweggründe sind, darüber möchte ich nichts weiter sagen, da ansonsten die Spannung und der Nervenkitzel hinüber wären. Allerdings sind ihre Motive nachvollziehbar und logisch.

Generell finde ich die Figuren sehr gut ausgearbeitet. Obwohl man als Leser durch die Ich-Perspektive nur ein eingeschränktes Sichtfeld hat, bekommt man sehr viel über die anderen Personen und deren Charaktereigenschaften mit.

Sehr gut hat mir das Finale gefallen. Es war hochspannend und löst zum Schluss sämtliche offene Fragen. Somit kann das Werk hervorragend als Stand-Alone gelesen werden.

Der Stil von Cristin Terrill ist sehr gut und flüssig zu lesen. Obwohl nur eine Person erzählt, merkt man allein anhand der Erzählweise, wie viel Em im Gegensatz zu Marina durchmachen musste. Das hat mir gefallen.

Fazit: ein tolles Debüt, das Lust auf mehr macht. Eine klare Leseempfehlung an alle Jugendbuchfans.

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