26. Juni 2014

Wozu überleben, wenn man sich einen Mann suchen kann?

Poison Princess
(Poison-Princess-Reihe Band 1)
von Kresley Cole

Eine Leseprobe findet ihr hier

Evie wird von Visionen heimgesucht. Selbst ein Klinikaufenthalt hat ihr nicht geholfen. Daher versucht sie, alles zu verdrängen, bis...ja bis das Schicksal zuschlägt und mit einem Schlag die gesamte Zivilisation zerstört. Evie versucht zu überleben und dabei hilft ihr der junge Mann, den sie nie wiedersehen wollte: Jackson Deveraux...

"Poison Princess" ist das erste Jugendbuch von Kresley Cole und auch mein erster Versuch mit der Autorin. Während ich am Anfang noch hin und weg war, wurde das Buch ab der Hälfte immer schwächer und hormongeschwängerter. Das passt in meinen Augen überhaupt nicht zu der dystopischen Welt, die Kresley Cole erschaffen hat.

Die Geschichte wird von Evie aus der Ich-Perspektive erzählt. Dabei ist sie wie eine typische 16-jährige, wenn sie diese Visionen nicht hätte. Toll fand ich, dass die Erzählung VOR der Zerstörung beginnt und ich somit ein Gefühl für Evie, ihre Freunde und ihr soziales Umfeld bekommen. Auch der Bad Boy Jackson lernen wir dort schon kennen. Klar klingt das erstmal nach einer Geschichte voller Klischees, doch bis zur Hälfte war ich guter Hoffnung, da dieses "Ich finde ihn toll, darf es aber nicht zeigen" nicht bzw. nur kaum anklang.

Ab der Hälfte schlugen dann allerdings die Hormone voll zu. Jackson kann nur noch an das Eine denken, gibt dies offen zu und Evie windet sich, weil sie nicht zugeben will, dass sie es auch will, aber sich das Ganze romantischer vorstellt. Die anderen Überlebenden, seien es Milizen oder Evies Mutter, können auch nur an das Eine denken: wie bringe ich die Frau an den Mann?? Überleben oder gar an etwas anderes denken kommt fast nicht mehr vor, es sei denn, Evie wird von einer ihrer Visionen überfallen. Die sowohl für sie als auch für den Leser undurchsichtig bleiben.

Fazit: man merkt leider zu deutlich, welche Art von Romanen Kresley Cole sonst schreibt. Was dort passt, ist bei "Poison Princess" einfach nur übertrieben. Schade!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen