Sonntag, 1. Juni 2014

wird erst im Laufe der Geschichte gut

Schlaf nicht ein
von Michelle Harrison

Elliot kann nicht schlafen, denn er hat Angst. Doch nicht die Dunkelheit ängstigt ihn, sondern die Geister, die er dann zu sehen bekommt. Denn diese dringen in seine Welt ein und er weiß nicht, wie er sie los werden soll. Sein Vater glaubt ihm nicht, sein Bruder hat andere Probleme. So beschließt Elliot sich einen Job in einem Freilichtmuseum zu suchen. Und erlebt Dinge, die er sich nie hatte vorstellen können...

"Schlaf nicht ein" war mein erster Roman von Michelle Harrison und er hat mich erst gegen Mitte der Geschichte in seinen Bann gezogen.

Die Story wird von Elliot aus der Ich-Perspektive erzählt. Zu Beginn begleitet man einen mutlosen und lebensmüden Jungen. Seine Mutter ist verstorben, sein Vater arbeitet wie ein Tier und er selbst muss sich Geistern stellen, die er nie gerufen hat. Das Ganze klingt interessant, doch gerade die erste Hälfte des Buches zieht sich in die Länge und ich wollte so manches Mal das Werkt einfach beiseite legen.

Gut, dass ich es nicht getan habe. Denn die zweite Hälfte sprüht vor Grusel, Spannung und auch Romantik. Die Geschichte blüht richtig auf und ich bekam bei einigen Szenen eine richtige Gänsehaut. Auch der Schluss hat mich überrascht und überzeugt. Ich denke, eine Straffung im ersten Teil hätte dem gesamten Buch gut getan.

Der Stil von Michelle Harrison ist sehr gut zu lesen. Ihre Erzählweise passt zu einem männlichen Jugendlichen und auch die Entwicklung von Elliot ist sehr gut dargestellt.

Fazit: ein Jugendbuch, dass erst ab der Hälfte so richtig gut wird. Wer sich vor dem Anfang nicht scheut, kann zugreifen.

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