1. Juni 2014

von Wundern der Ökonomie

Ökonomen retten die Welt
Wie Volkswirte Verbrecher jagen, den Klimawandel bekämpfen
und Leben retten
von Malte Buhse

Was wurde nicht in den letzten Jahren über Ökonomen und Konsorten geschimpft? Sie machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt und stürzen damit ganze Länder in die Krise. Sie reden großen Firmen nach dem Mund oder erstellen Modelle so, dass sie zu den Vrostellungen der Politiker passen. Malte Buhse, der Autor von "Ökonomen retten die Welt", hat sich daher aufgemacht um eine Lanze für die gescholtenen Wissenschaftler zu brechen.

Naja, bei mir ist nur eins gebrochen und zwar der Wille zum Weiterlesen. Denn das Buch ist eine Lobeshymne auf die Ökonomen. Die Schattenseiten, die Fehlschläge und die Falschaussagen werden nur zu Beginn kurz beleuchtet, aber auch da wird direkt klar gemacht, dass das ja nur ein paar schwarze Schafe sind. Somit bekommt das Werk den Beigeschmack der Lobhudelei. Das musste nun wirklich nicht sein.

Die einzelnen Kapitel muten zwar interessant an, jedoch ging mir nach mehr als 100 Seiten der Stil von Buhse auf die Nerven. Jedes Kapitel hat eine Einleitung, die mich daran zweifeln ließ, was der Autor von seinen Lesern denkt. Denn seine Ausführungen hatten was von der Sendung mit der Maus. Mir fehlte nur noch das Geklacke der Mausaugen.

Auch den Details und seinen Beschreibungen der Studien, deren Inhalt mich wirklich interessiert hat, merkt man deutlich an, welchen Job der junge Mann eigentlich ausübt. Die Texte hätten gut in eine mehrteilige Zeitungsreihe gepasst, als Buch jedoch werden sie aufgrund des Schema F einfach nur nervig und langweilig.

Der Stil von Malte Buhse ist zwar leicht zu lesen. Allerdings haben sie für mich einen lehrerhaften Unterton, als ob ich beim Lesen in einem Klassenzimmer sitze und der Lehrer auch haargenau aufpasst, dass ich alles verstanden habe.

Fazit: das Buch hätte wirklich gut werden können, denn die aufgegriffenen Studien boten viel Potenzial. Doch Buhses unmöglicher Stil macht alles zunichte.

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