Sonntag, 1. Juni 2014

von wegen saubere Kleinstadt

Pitch Black: Ohne Ausweg
von Susan Crandall

Madison zieht mit ihrem Adoptivsohn Ethan in eine ruhige Kleinstadt, damit der Jugendliche behütet aufwachsen kann. Obwohl sie Bedenken hat, darf der Junge zu einem Campingausflug mit. Und auf diesem passiert das Unglück: der Leiter des Ausflugs stirbt und sein Sohn, der mit dabei war, spricht kein Wort mehr. Was ist wirklich geschehen?

"Pitch Black: Ohne Ausweg" war mein erstes Buch von Susan Crandall und es hat mir gut gefallen. Laut eigener Aussage der Autorin ist dies ihr erster romantic-thrill-Roman und dafür ist er ihr sehr gut gelungen.

Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive berichtet. Dabei begleitet man im Wesentlichen zwei Figuren: Maddie, die als Journalistin arbeitet und Sheriff Gabe, der die Ermittlungen in dem Todesfall übernommen hat. Es ist von Beginn an klar, dass die beiden sich näher stehen als nur Bekannte. Jedoch bleibt die Entwicklung ihrer Beziehung eher im Hintergrund. Das fand ich toll, denn die Untersuchungen zu dem Todesfall waren sehr spannend und da hätten eventuell unpassende romantische "Einbrüche" nur gestört. Susan Crandall findet aber genau die richtige Mischung.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Beschreibungen sind bildhaft, jedoch nicht zu detailiert. In passenden Situationen schwingt ein heiterer Unterton mit. Das fand ich sehr gut.

Fazit: ein schöner Roman für verregnete Tage. Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen