1. Juni 2014

Tote und Regen, das ist kein leichter Job

Zorn - Tod und Regen
von 
Stephan Ludwig

Claudius Zorn ist Hauptkomissar und mit seinem Job nicht wirklich zufrieden. Aber er hat sich damit abgefunden und genießt einfach die Freiheiten, die er sich erlauben darf. Bis es auf einmal einen Mord ohne Leiche gibt. Einen Mord gab es schon lang nicht mehr für Zorn. Muss er da echt ermitteln?

"Zorn - Tod und Regen" ist das Debüt von Stephan Ludwig und mein erster Thriller von ihm. Zorn und sein Assistent Schröder haben mich begeistert und ich habe die beiden direkt ins Herz geschlossen.

Die Geschichte entwickelt sich thriller-untypisch langsam und auch die Toten gibt es nicht in Überzahl. Dafür steigt die Spannung solide und stetig an, bis sie in einem für mich sehr gut durchdachten Finale endet. Die Figuren Zorn und Schröder, die beide so ihre Macken und Fehler haben, wirken realitätsnah und handeln in meinen Augen glaubwürdig. Zwar hat der Hauptkommissar auch seine Päckchen zu tragen, diese sind aber so vielfältig und originell, dass ich so manches Mal grinsen musste. Sein Pendant Schröder ist hingegen so liebenswert, dass ich ihn am liebsten knuddeln wollte.

Der Stil von Stephan Ludwig ist sehr gut und flüssig zu lesen. Sein Stil ist unkonventionell, da er Erzähler- und Ich-Perspektive mischt, doch das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: ein sehr gelungenes Debüt, das mich sehr neugierig auf Band 2 gemacht hat. Eine klare Leseempfehlung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen