Sonntag, 1. Juni 2014

Nichts für schwache Nerven und Mägen!

Verdorbenes Blut
von Geoffrey Girard

Castillo, ein ehemaliger Elite-Soldat, erhält einen Auftrag der besonderen Art: er soll 6 Jugendliche einfangen. Klingt einfach. Doch diese 6 Jungs sind nicht normal, denn sie sind die Klone der schlimmsten Serienkiller der Geschichte. Und sie hinterlassen eine blutige Spur!

"Verdorbenes Blut" war mein erster Thriller von Geoffrey Girard und ich bin begeistert. Er zeichnet ein düsteres Bild von Wissenschaft, Profitgier und moderner Kriegsführung.

Die Geschichte beginnt mit einem blutigen Knall und bleibt auch im weiteren Verlauf ein Szenario von Blut, Folter und teilweise verstörenden Fantasien. Girard geht mit seinen Lesern nicht gerade zimperlich um, denn er beschreibt die Morde der 6 Jugendlichen äußert detailreich. Und diese 6 sind dazu auch noch fantasievoll, was das Töten und Foltern angeht. Ich lese gern blutige Thriller, doch bei diesem hier musste selbst ich schlucken.

Der Verlauf der Story ist spannend und gleicht einem Mix aus Horror, Actionfilm und Wissenschaftsthriller. Allerdings fand ich es schade, dass der Autor nur ein geringes Augenmerk auf die Hintergründe des Klones und des Warum? gelegt hat. Hier hätte ich mir mehr Details erhofft. Auch sollte man als Leser Grundkenntnisse über die Welt der Serienkiller haben, denn nicht jeder Killer wird erklärt oder charakterisiert.

Gerade der Epilog hat mich bei dem ganzen Blut und auch der Gewissenlosigkeit der agierenden Figuren nachdenklich zurückgelassen.

Fazit: ein für mich genialer Thriller, der mit den Ängsten der Leser spielt. Wer einen festen Magen hat, kann beruhigt zugreifen.

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