1. Juni 2014

Leichte Lektüre über das schwere Leben von Will

Will & Will
von John Green und David Levithan

Will Grayson ist mit Tiny befreundet. Und Tiny ist vor allem laut und schwul. Das stört Will nur ab und an, aber sobald sich Tiny in sein Liebesleben einmischt, geht er zu weit.
Will Grayson ist schwul, depressiv und verliebt in eine Online-Bekanntschaft. Niemand weiß darüber Bescheid und das findet Will auch gut so. Bis es zu einem Treffen kommen soll...

"Will & Will" hat mich vor allem aufgrund des Titels und der Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Die Autoren Green und Levithan gehen mit ihrer Geschichte ein Thema an, das mir noch nicht oft in Jugendbüchern begegnet ist: Homosexualität. Und sie behandeln es mit einer Leichtigkeit ohne albern zu werden.

Die Geschichte wird von Will und Will erzählt. Beide Jungs berichten abwechselnd aus ihrem Leben. Und dabei könnten sie nicht unterschiedlicher vorgehen: während der Eine sehr auf seine Sprache bedacht ist, kümmert sich der Andere nicht einmal um Groß- und Kleinschreibung. Diese Brüche haben mir sehr gut gefallen.

Auch die Story selbst ist sehr schön und mit viel Gefühl geschrieben. Spannung oder Schmalz sucht man vergebens und doch hat mich das gesamte Werk so beeindruckt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.

Der Stil der beiden Autoren ist sehr gut und leicht zu lesen. Sie treffen die Sprachfärbung und Gedanken der Jugendlichen sehr gut und übertreiben nicht. Das hat mir gefallen.

Fazit: ein schönes Buch, das ich gern gelesen habe. Eine klare Leseempfehlung.

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