1. Juni 2014

Familiensaga mit typischen Geheimnissen

Das Buch der verborgenen Wünsche
von Harriet Evans

Natasha hat einen schweren Gang vor sich, sie muss zur Beerdigung ihrer geliebten Großmutter fahren. Dort angekommen, fällt ihr das Tagebuch der früh verstorbenen Cecily, die Schwester ihrer Mutter, in die Hände. Und dieses Tagebuch enthüllt so manches Geheimnis...

"Das Buch der verborgenen Wünsche" ist zwar schon der fünfte Roman von Harriet Evans, doch für mich war es das erste Werk von ihr. Und ich bin mir unschlüssig, ob ich noch weitere Bücher von ihr lesen werde.

Die Geschichte, die von Natasha aus der Ich-Perspektive erzählt wird, ist mit einer Menge Details, aber auch mit genau so vielen Belanglosigkeiten gespickt. Man erfährt nicht sofort, warum es Natasha nicht gut geht und warum sie fast von der Beerdigung ihrer Großmutter flieht. Dies enthüllt sie erst nach und nach. Das fand ich zwar sehr gut, dennoch erzählt Natasha auch so viele Dinge, die für den Fortgang der Geschichte wenig bis gar keine Bedeutung haben.

Dagegen stehen die Kapitel, die aus dem Tagebuch von Cecily stammen. Diese sind aufregend, kurzweilig und voller Emotionen. Eben typisch für eine 15-jährige. Und das, was sie dort andeutet, hat mir den Elan gegeben, das Buch bis zum Schluss zu lesen. Hätte nur Natasha erzählt, hätte ich aufgegeben.

Das Ende ist ein typisches Happy End. Es ist vorhersehbar, aber dennoch voller Gefühl.

Der Stil von Harriet Evans ist gut zu lesen. Durch die vielen Details und Namen kam ich ab und an durcheinander und musste zurückblättern.

Fazit: man muss dieses Buch nicht gelesen haben. Aber wer auf englische Familiendramen steht, kann es ruhig zur Hand nehmen.

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