Sonntag, 1. Juni 2014

eine skurrile Liebeserklärung an das gedruckte Wort

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
von Robin Sloan

Clay ist Web-Designer, arbeitsloser Web-Designer. Und da er kaum Qualifikationen hat, muss er sich auf Aushilfsjobs verlegen. Und entdeckt ein Stellenangebot im Schaufenster einer Buchhandlung. Doch diese Buchhandlung ist besonders: sie hat rund um die Uhr geöffnet und die Besucher sind noch verschrobener als der Besitzer. Clay heuert an und muss bald entdecken, dass hinter dieser eigentümlichen Buchhandlung viel mehr steckt, als gedacht.

"Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" ist das Debüt von Robin Sloan und es hat mir sehr gut gefallen. Mit seiner abgedrehten, aber herzerwärmenden Geschichte huldigt er dem Buch.

Die Story wird von der Hauptfigur Clay aus der Ich-Perspektive erzählt. Dabei stellt man schnell fest, dass Clay ein hibbeliger, junger Mann ist, der mit seinen Handlungen genau so flink ist wie mit seinen Gedanken. Seine Beschreibungen und inneren Monologe haben mich oft zum Grinsen, aber auch zum Nachdenken gebracht. Ich möchte gar nicht tiefer auf die Geschichte eingehen, da sich ihr Zauber nach und nach entfaltet. Gemeinsam mit Clay entdeckt man, dass hinter Büchern und ihren Händlern mehr steckt, als es den Anschein hat.

Der Stil von Robin Sloan ist sehr gut und flüssig zu lesen. Durch die Lockerheit seiner Hauptfigur findet man sehr schnell in die Geschichte rein und ich habe mich sehr gern auf das Abenteuer eingelassen.

Fazit: ein gelungenes Debüt, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Wer Bücher liebt, kann hier ohne Bedenken zugreifen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen