Sonntag, 1. Juni 2014

Die Hoffnung schwindet

Night School 04. Um der Hoffnung willen
von C.J. Daugherty

Allie und Rachel befinden sich auf der Flucht vor Nathaniel. Gerade, als sie dachten, in Frankreich bei Sylvain Schutz gefunden zu haben, müssen sie wieder fliehen. Und ihr nächster Rückzugsort heißt Cimmeria, die Schule, von der sie geflohen sind. Warum muss Allie wieder dorthin zurück? Was bezweckt ihre Großmutter damit?

"Night School - Um der Hoffnung willen" ist der 4. Teil der Night-School-Reihe von C.J. Daugherty und hat mir gut gefallen. Man merkt deutlich, wie die Autorin auf den Höhepunkt im 5. Teil hinarbeitet. Leider gab es dadurch in Teil 4 einige Stellen, an denen der Leser in der Luft hing.

Die Geschichte wird, wie auch in den vorangegangenen Bänden, aus der Erzählerperspektive berichtet, jedoch bleibt man dabei sehr dicht an Allie dran. So erfährt man nur Allies Sicht der Dinge und entdeckt mit ihr, wie sehr sich Cimmeria und ihre Schüler verändert haben. Die Wut der Hauptfigur darüber ist sehr gut nachvollziehbar. Die große Hintergrundgeschichte mit Nathaniel allerdings wird immer verwirrender. Mir war zwischendrin nicht mehr klar, welches Ziel er eigentlich hat. Ob das Absicht war oder die Autorin selbst den Faden verloren hat, vermag ich nicht zu sagen.

C.J. Daugherty stellt besonders gut den Vertrauensverlust zwischen den Figuren da. Selbst ich habe zum Schluss hin an allem und jedem gezweifelt und wusste, wie Allie, nicht, wem ich noch vertrauen kann. Diese Ungewissheit baut Spannung auf und hat mir sehr gut gefallen.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Gefühlswelt von Allie, ihre Gedanken, Sorgen und ihre Wut sind so gut dargestellt, dass ich mich kaum von dem Roman lösen konnte.

Fazit: ein guter 4. Teil, dem zwischendrin mal die Luft ausgeht. Dennoch lesenwert und ich freue mich schon auf Teil 5.

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