Donnerstag, 12. Juni 2014

Die drei Musketiere meets Fantasy


Blutrecht: Greatcoats
(Greatcoats Band 1)
von Sebastien de Castell

Eine Leseprobe findet ihr hier

Falcio ist ein Greatcoat. Einst war er angesehen, verkündete die Gesetze des Königs und brachte Gerechtigkeit. Nun sind er und seine Freunde Kest und Brasti vogelfrei und nicht viel mehr wert als der Dreck unter den Nägeln. Dennoch wollen sie den letzten Auftrag, der ihnen vom König erteilt worden ist, erfüllen. Doch wie sollen sie das in einer Welt ohne Gerechtigkeit schaffen?

"Blutrecht" ist der erste Band der Greatcoats-Reihe von Sebastien de Castell und hat mir sehr gut gefallen. Der Autor verwebt die Motive Mut, Freundschaft und Kampf mit bekannten Fantasyelementen.

Die Geschichte wird von Falcio höchstselbst erzählt. Nun ja, nicht von ihm höchstselbst, aber das zu erklären, würde zu weit führen. Bei seinen Erzählungen beweist der Greatcoat sehr viel Sinn für Humor, Sarkasmus und Glaube an das Gute im Menschen. Mit seiner großen Klappe und seinen Kampfkünsten bringt er sich und auch seine Begleiter immer wieder in Gefahr. Das war für mich sehr lesenswert, da die Kampfszenen zwar detailreich, aber nicht zu blutig beschrieben waren und zudem immer einen Funken Humor mitschwang.

Die Figuren habe ich direkt ins Herz geschlossen. Sebastien de Castell versteht es sehr gut, Sympathie und Antipathie bei seinen Lesern hervorzurufen. Dabei wird er aber nie lächerlich, sondern überzeichnet so manchen Teilnehmer so gekonnt, dass man neben der Antipathie auch irgendwo die Beweggründe nachvollziehen kann.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Obwohl sowohl die Kampfkunst als auch die beschriebene Welt mittelalterlich anmuten, ist die Sprache weder betont poetisch noch zu modern. Hier hat de Castell die richtige Mischung gefunden.

Fazit: ein toll zu lesender Roman, der bestimmt so manchen Fantasy-Fan glücklich machen kann. Eine klare Leseempfehlung.

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