17. Juni 2014

Der Tod kommt per Internet

Der Totschläger
(Hunter-und-Garcia-Thriller Band 5)
von Chris Carter

Robert Hunters Telefon klingelt. Das ist nun für den Detective des Morddezernates in L.A. nichts neues. Die Stimme am anderen Ende lässt ihn allerdings nicht kalt, befiehlt sie ihm doch, eine bestimmte Website aufzurufen. Dort ist ein gefesselter Mann in einem solide wirkenden Glaskasten zu sehen. Der Anrufer stellt Hunter vor die Wahl: wie soll der Mann sterben? Durch Wasser oder durch Feuer? Hunter kann nicht entkommen und trifft eine folgenschwere Entscheidung...

"Der Totschläger" ist bereits Band 5 in der Reihe um Robert Hunter und Carlos Garcia. Und wieder schafft es Chris Carter, dass ich mich kaum vom Buch lösen konnte und zum Ende hin keine Fingernägel mehr besaß.

Die Geschichte wird in einem hohen Tempo erzählt. Doch diesmal stößt Hunter, der nur als hochintelligent zu bezeichnen ist, an seine Grenzen und muss sich Hilfe beim FBI holen. Die Einbindung dieser Hilfe gibt dem Leser einen tieferen Einblick in die Welt der Cyperkriminalität. Die Details, die der Autor anführt, wirken sehr gut recherchiert. Dadurch war für mich auch die Verzweiflung der Ermittler sehr gut nachvollziehbar.

Je länger eine Reihe wird, desto skeptischer werde ich, ob der Autor sein Niveau halten kann. Chris Carter kann! Er beweist eine morbide, ja fast kranke Fantasie, was die Todesarten angeht. Doch nicht nur die Morde, sondern auch die Wege dorthin haben mich frösteln lassen. Das Finale fand ich sehr gut und schlüssig.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Chris Carter verschwendet keine Zeit, sondern wirft seinen Leser mitten ins Geschehen und hält ihn durch einen Mix aus Details und Cliffhangern in der Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen.

Fazit: ein sehr guter 5. Band, der sich hinter seinen Vorgängern nicht verstecken muss. Eine klare Empfehlung an alle Thriller-Fans.

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