Sonntag, 1. Juni 2014

der andere Stephen King

Joyland
von Stephen King

Devin heuert in seinen Semesterferien 1973 in dem kleinen, aber feinen Freizeitpark "Joyland" an. Er wird als Happy Helper eingestellt und hilft überall da aus, wo er gebraucht wird. Dabei erfährt er auch die Geschichte über einen Mord, der in der Geisterbahn stattgefunden hat. Und der Geist der Toten soll dort angeblich noch spuken....

Bei "Joyland" wusste ich nicht so recht, auf was ich mich einlasse. Die Kurzbeschreibung klingt interessant, sagt aber nicht viel über die Geschichte aus. Und so tat ich das, was ich in solchen Situationen meistens tue: ich ging ohne Erwartungen an das Buch. Und es konnte mich überzeugen.

Stephen King überzeugte mich diesmal nicht mit Horror oder Blut, sondern einfach durch seine Erzählkunst. Die Geschichte wird von der Hauptfigur Devin aus der Ich-Perspektive und rückblickend erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Beschreibungen des Freizeitparks und des Alltages waren so bildreich und detailliert, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Zudem erschafft der Autor mit einer Mischung aus alten Karussells und schlechtem Wetter eine gruselige und beängstigende Atmosphäre, dass ich beim Lesen das Quietschen der alten Fahrgeschäfte hören konnte.

Der Stil von Stephen King ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise und die Geschichte an sich haben mich sofort in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. So verwundert es auch nicht, dass ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen habe.

Fazit: ein toller, wenn auch anderer King. Eine klare Leseempfehlung für alle, die mal eine andere Seite des Meisters des Horrors kennen lernen wollen.

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