Sonntag, 1. Juni 2014

Das Böse im Paradies

Blume des Satans
von Erica Spindler

Ein erfolgreicher Banker bringt sich um und die Pastorin der Stadt verschwindet spurlos. Das ist für ein Paradies wie Key West sehr ungewöhnlich. Liz, die Schwester der Pastorin, zieht auf eben diese Insel um ihre Schwester zu finden. Dabei gerät sie in eine Sache, deren Ausmaße sie erst nach und nach überblicken kann.

"Blume des Satans" ist ein eher leichter Thriller von Erica Spindler. Dennoch hat er mir, trotz mancher Schwäche, gut gefallen.

Die Geschichte baut sich langsam auf. Bis zum ersten Mord vergehen mehr als 100 Seiten und bis dahin las ich ungeduldig, denn ich wollte endlich was über die auf dem Klappentext angekündigte Gemeinschaft erfahren. Wieder mal musste ich feststellen, dass der Klappentext viel mehr verrät, als es dem Buch gut tut. So wusste ich schon längst, wo die Reise hingehen sollte, während die Figuren bis zur Hälfte des Buches ratlos blieben. Das fand ich schade. Weniger verräterischer Klappentext wäre hier besser gewesen.

Die Spannung kommt somit auch erst in der 2. Hälfte auf. Die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge und wer mit wem wie zusammenhängt, hat mir sehr gut gefallen. Das Ende ist zwar etwas überzogen, passt aber zur Geschichte.

Leider sind die Figuren, allen voran Liz und Rick, nicht so tief beschrieben, wie ich das von der Autorin gewohnt bin. Jeder hat zwar sein Päckchen zu tragen, jedoch wären hier mehr Details von Vorteil gewesen. Dennoch hat mich das Werk gut unterhalten.

Fazit: ein gutes Buch von Erica Spindler, aber nicht ihr Bestes. Dennoch kann ich es durchaus empfehlen.

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