Mittwoch, 4. Juni 2014

Berührender Roadtrip


Weit weg und ganz nah
von Jojo Moyes

Jess ist alleinerziehende Mutter von Nicky, der sich mehr für Make-up als für seine Umwelt interessiert und der hochbegabten Tanzie, die Mathe fast so sehr liebt wie ihren großen Hund Norman. Die kleine Familie kommt mehr schlecht als recht durchs Leben und Jess muss jeden Penny fünfmal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben kann. Da erscheint es nur fair, dass sie Ed, den sie betrunken in ein Taxi schleifen muss, die Geldrolle, die ihm dabei aus der Tasche gefallen ist, nicht zurückgibt, oder? Schließlich ist Ed wohlhabend und wird es nicht merken. Oder vielleicht doch? Und wie soll sie es mit ihm, ihren Kindern und einem dauersabbernden Hund in einem Auto aushalten?

"Weit weg und ganz nah" ist der 3. Roman, den ich von Jojo Moyes gelesen habe. "Ein ganzes halbes Jahr" habe ich unter Tränen verschlungen, "Eine Handvoll Worte" hat mich berührt und war doch anders. Mit ihrem neusten Roman hat die Autorin es wieder mal geschafft, dass ich die letzten 100 Seiten nur noch verschwommen wahrnehmen konnte.

Über die Geschichte selbst möchte ich keine weiteren Details verlieren, da sie so viele Details und bewegenden Momente in sich hat, dass ich es nicht aufzählen möchte. Denn jeder Leser sollte diese Geschichte selbst entdecken und genießen.

Die Figuren sind mir direkt ans Herz gewachsen. Jojo Moyes widmet jedes Kapitel abwechselnd Jess, Ed, Nicky und Tanzie. Dadurch bekommt man, obwohl der gesamte Roman aus der Erzählerperspektive erzählt wird, einen Einblick in die Sichtweise jeder Figur. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Themen, die Jojo Moyes in ihrem Buch verarbeitet, sind realitätsnah. Und obwohl die Problematiken kennt, hat die Autorin sie so berührend, ergreifend und doch nicht übertrieben dargestellt, dass ich zwischendrin und zum Schluss hin einfach nur noch weinen musste. Aber zwischendrin habe ich auch schallend gelacht und wurde nachdenklich. Moyes schafft es wieder mal, sehr viele unterschiedliche Gefühle in mir wach zu rufen. Und das können nur wenige Autoren.

Der Stil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Moyes' Erzählweise ist einfühlsam, ohne schnulzig zu werden und dennoch so fesselnd, ohne zu übertreiben. Für mich genau die richtige Mischung um mich vollständig in diesem Buch zu verlieren. Da ist es auch kein Wunder, dass ich die Geschichte innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.

Fazit: wieder mal ein wundervoller, zu Tränen rührender Roman von Jojo Moyes. Wer "Ein ganzes halbes Jahr" toll fand, dem kann ich auch "Weit weg und ganz nah" nur empfehlen.

Kommentare:

  1. Ich sollte die Bücher von Jojo Moyes auch endlich mal lesen ;) Schöne Rezi, Denise!
    LG
    Nina

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    1. Danke für dein Lob *freu*
      Dann achte aber unbedingt darauf, dass du genug Taschentücher um dich herum hast :)

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