1. Juni 2014

Beklemmend gut

Klammroth
von Isa Grimm

Anais hat vor 17 Jahren ein furchtbares Unglück überlebt, bei dem die Hälfte der oberen Klassenstufen ums Leben kam und noch viel mehr entstellende Brandwunden erlitten. Nun muss sie an den Ort des Unglücks zurückkehren, denn ihre Stiefmutter ist verstorben und Anais muss sich um den Nachlass kümmern. Dabei ahnt sie nicht, wie viel Macht ihr Heimatort Klammroth noch über sie hat...

"Klammroth" war mein erstes Buch von Isa Grimm und ich bin froh, dass ich es bei Tageslicht gelesen habe. Die beklemmende und geisterhafte Stimmung ließ mich oft zusammenzucken und mir lief so manches Mal ein kalter Schauer über den Rücken.

Die Geschichte um Anais wird aus der Erzählerperspektive geschildert und doch ist man ganz nah an der Hauptfigur dran. Anais' Ängste, Befürchtungen und Gedanken sind sehr gut nachvollziehbar und so furchteinflössend beschrieben, dass ich kaum die Finger von dem Buch lassen konnte.

Dabei ist das Ganze wie ein klassischer Horrorstreifen aufgebaut: zunächst scheint alles normal, nur wenig beängstigend, doch je länger Anais in ihrem Heimatort bleibt, desto gespenstischer wird es. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nach dem Beenden des Buches fast keine Fingernägel mehr habe.

Der Stil von Isa Grimm ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Autorin schreibt sehr fesselnd, an den passenden Stellen düster und schafft eine Atmosphäre, die beängstigend und beklemmend zugleich ist.

Fazit: ein sehr gutes Buch, das mich so manches Mal das Fürchten gelehrt hat. Eine klare Leseempfehlung.

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