Sonntag, 1. Juni 2014

Bekannte Grundidee fesselnd erzählt

Dreh dich nicht um
von Jennifer L. Armentrout

Samantha, von allen Sam gerufen, wankt über einen dunklen Pfad. Wo sie ist, weiß sie nicht. Wie sie dorthin kommt, ebenso wenig. Aber vor allem: wer sie ist, weiß sie ebenso wenig. Selbst als sie aufgefunden und zu ihren Eltern gebracht wird, bleibt ihr Gedächtnis ein schwarzes Loch. Doch eins erfährt sie sehr schnell: ihre beste Freundin wird vermisst und sie ist die Letzte, die mit ihr zusammen lebend gesehen wurde...

"Dreh dich nicht um" war mein erstes Buch von Jennifer L. Armentrout und es hat mir gut gefallen. Die Grundidee ist nicht neu und schon häufig erzählt worden, jedoch schildert die Autorin so fesselnd, dass ich immer weiter lesen musste.

Die Geschichte wird von Samantha selbst aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch weiß man als Leser genauso viel wie sie, nämlich gar nichts. Das macht den Reiz des Werkes aus: gemeinsam mit Sam deckt man Stück für Stück der Vergangenheit auf. Dass diese nicht immer positiv war, muss Sam auf schmerzhafte Weise lernen.

Der Aufbau der Story ist fesselnd, wenn auch nicht neu. Zwischendrin hatte ich sogar die Befürchtung, dass Armentrout sich auf den typischen Verlauf konzentriert. Doch diese Befürchtung wurde zum Glück zerschlagen. Ich denke, für Jugendliche ist dieser Thriller sehr gut geeignet, für Thriller-Fans bietet er zumindest ein angenehmes Kribbeln.

Der Stil der Autorin ist sehr gut und flüssig zu lesen. Sams Gedankenwelt passt sehr gut zu einer 17-jährigen, driftet aber nicht zu stark in Klischees ab.

Fazit: ein toller Thriller für Jugendliche, der auch mir Spaß gebracht hat. Eine klare Leseempfehlung.

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