Samstag, 31. Mai 2014

digitalisierte Umerziehung

Maddie - Der Widerstand geht weiter
von
Katie Kacvinsky

Maddie Freeman hat sich den Rebellen angeschlossen und ist mit dieser Art zu leben sehr glücklich. Doch nicht jeder kann dies akzeptieren und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie verhaftet und in ein Umerziehungscamp gesteckt wird. Mit Schrecken muss Maddie feststellen, dass die Umerziehung viel mehr beinhaltet als reine Therapiesitzungen. Wird sie das Camp unbeschadet überstehen?

"Maddie - Der Widerstand geht weiter" ist der zweite Teil der Maddie-Freeman-Reihe und hat mich ebenso beeindruckt wie Band 1. Katie Kacvinsky setzt in Band 2 auf den Schrecken der Umerziehung und zeigt die Schattenseiten einer Welt, die doch eigentlich so friedlich sein sollte.

Wie auch schon im ersten Teil erzählt auch in diesem Buch Maddie ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Während sie zu Beginn noch vor Hoffnung und Tatendrang sprüht, wird ihre Stimmung im Laufe der Handlung düster und hoffnungslos. Die Schrecken, die sie im Camp erlebt, sind so bildhaft und realistisch beschrieben, dass beim Lesen eine Gänsehaut bekommen habe.

Die Autorin führt ihre Leser in die dunklen Seiten der schönen, digitalen Welt ein und zeigt durch Maddies Wandlung, wie gefährlich Fanatismus sein kann. Die Figuren handeln in meinen Augen glaubhaft und nachvollziehbar. Ich bin von der Weiterentwicklung der Hauptfigur sehr beeindruckt und bin nun umso gespannter auf den 3. Teil.

Der Stil von Kacvinsky ist flüssig und sehr gut zu lesen. Die Gedankenwelt von Maddie ist einerseits typisch für eine 18-jährige, aber auf der anderen Seite tauchen immer wieder tiefe, ja fast philosophische Fragen auf, die mich zum Nachdenken angeregt haben.

Fazit: eine würdige Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Eine klare Leseempfehlung.

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